Berichte 2024 und 2023

 

Bergwanderung auf die Kalzhofer Höhe

 

Am Mittwoch 12.06.24 trafen sich 17 Spurwechsler und fuhren nach Oberstaufen/Kalzhofen. Das seit Tagen unsichere Wetter konnte sie nicht abhalten. Die Entscheidung wurde belohnt, indem zunächst der kleine Wanderparkplatz ganz frei war und wir den ganzen Tag warme Temperaturen mit einem Sonne-Wolken-Mix hatten. Zunächst führte der Wanderweg stetig sanft bergauf und wir hatten eine gute Sicht auf die Nagelfluhkette. Wir freuten uns an den blühenden Wiesen, in denen wir sogar Orchideen entdeckten. Vor dem etwas steileren Anstieg gab es eine Pause zur Stärkung. Ich staunte, da manche Gespräche auch beim Aufstieg nicht verstummten und alle strahlend ankamen. Die Sicht reichte jetzt weit ins Land hinaus und auch der Bodensee war zu entdecken. Meine Vorahnung sollte sich bald bewahrheiten, denn der Kammweg war naß, rutschig, matschig und teilweise nicht zu begehen. Mutige fanden immer einen Ausweg, auch wenn die weidenden Jungrinder uns neugierig beäugten und uns nachstapften. Nach diesen Hindernissen war die Mittagspause mehr als verdient! Am Gipfelkreuz war die Freude über das herrliche Wetter und den jetzt trockenen Weg groß und wir sangen zum Dank ein Lied. Der Abstieg ging zügig und die Einkehr auf der Alpe lockte. In froher Runde genossen wir Kaffee und Kuchen, die tolle Aussicht und staunten über manche Dekoration und die Gestaltung der Alpe. Auf dem nahen Parkplatz angekommen, freuten wir uns über die gelungene Tour und vor allem über die lockere, freudige und herzliche Atmosphäre untereinander. Es waren vier „Neue“ dabei, die sich sichtlich wohl fühlten! Alle haben zum Gelingen der Tour beigetragen mit Gelassenheit, Mut und Humor. Danke euch allen!

 

Organisation und Text: Gertrud Renke

Fotos: Uli Mebus, Gertrud Renke, Edgar Schneider

 

 

Radtour von Bad Wurzach zur Waldburg

 

Am 05.06.2024 fuhren 20 Spurwechsler mit dem Auto nach Bad Wurzach, um von dort eine ca. 70 km lange Radtour zur Waldburg zu starten. Von Bad Wurzach (flächenmäßig die drittgrößte Gemeinde Baden-Württembergs) aus führte die Strecke über Arnach nach Immenried, wo eine „Besenkapelle“ besichtigt wurde. Besenkapellen, meist dem Hl. Rochus geweiht, sind im Allgäu weit verbreitet. Bei Hautausschlägen, Geschwüren usw. wird auch heute noch oft der Hl. Rochus um Beistand und Hilfe angefleht und ein Besen als Symbol der Reinigung von der Krankheit in der Kapelle abgestellt. Anschließend radelte die Gruppe weiter am Brunner Weiher und Metzisweiler Weiher vorbei nach Rötenbach. Dort wurde in der Kirche das bemerkenswerte Deckenfresko besichtigt, mit dem der Maler August Braun aus Wangen noch während des 2. Weltkriegs (1944) Kritik an Politik und Großindustrie übte. Dieses Deckenfresko wurde von einer Familie gestiftet, deren Sohn 1942 in Russland gefallen war.

Danach ging es nach Vogt, wo vor der Allgäutorhalle eine Pause eingelegt und das mitgebrachte Vesper verzehrt wurde. Die restlichen Kilometer bis zum Aussichtspunkt auf die Waldburg waren schnell zurückgelegt. Mit Blick auf die Waldburg erhielten die Teilnehmer Informationen über die bedeutsame Geschichte der Waldburg (u. a. wurde hier von 1221 – 1226 die deutsche Kaiserkrone aufbewahrt), über ihre Bedeutung während des Bauernkriegs 1525 (u. a. waren „Bauernjörg“ Truchsess Georg III. als Vertreter des Adels und Ulrich Schmied von Sulmingen als Anführer des Baltringer Haufens Gegner) und über ihre gegenwärtige Nutzung als Event-Ort (Familien, Kinder, Hochzeiten usw.).

Nach einer längeren Kaffeepause in Waldburg führte der Rückweg durch das „typische Allgäu“. In ständigem Auf und Ab mit wunderschönen Ausblicken auf die Allgäu-Landschaft radelten die Teilnehmer über Rötenbach, Weitprechts und Ziegelbach zurück nach Bad Wurzach, das bei bester Stimmung und ohne Stürze, Pannen und Unfälle erreicht wurde.

 

Organisation und Text: Christine und Uli Mebus

Fotos: Kurt Bitterle, Uli Mebus     

 

 

Radtour von Ochsenhausen nach Äpfingen

 

Nachdem beim ersten Termin (07.05.) schlechtes Wetter vorhergesagt war, wurde diese Radsaison-Eröffnungstour nach Äpfingen am Freitag, 10.05. nachgeholt.

Pünktlich um 13 Uhr startete die auf 20 Teilnehmer begrenzte Gruppe auf dem Aldi-Parkplatz und fuhr zunächst der Rottum entlang in Richtung Goppertshofen und dann nach Reinstetten. Von dort gings bergauf nach Freyberg und weiter nach Zillishausen, wo die Gesamtgruppe in vier Fünfergruppen aufgeteilt wurde, damit die Fahrt auf der Straße nach Heggbach nicht so gefährlich war. Kurz vor Heggbach, am Bussenblick, gab es eine Trinkpause und die Teilnehmer erhielten Informationen über die Geschichte des Klosters Heggbach von der Gründung im Jahre 1231 bis in die Neuzeit. Anschließend gab es noch Informationen über den Bussen und seine wechselseitige Beziehung zur Heuneburg.

Auf dem Radweg ging es nun bergab nach Sulmingen, wo die Statue des „Schmied von Sulmingen“ (Anführer des Baltringer Haufens im Bauernkrieg 1525) angeschaut wurde. Nach einem kurzen Wegstück wurde das Café in Äpfingen erreicht.

Nach einer ausgedehnten Kaffee-Einkehr begann die Rückfahrt über Sulmingen, Maselheim und Wennedach (dort nochmals Informationen über die Geschichte dieses Ortes). Über Reinstetten gelangten die Spurwechsler wieder nach Ochsenhausen, wo sie in bester Stimmung und glücklicherweise ohne Unfall, Sturz und Panne ankamen.

 

Organisation und Text: Christine und Uli Mebus

Fotos: Kurt Bitterle, Uli Mebus

 

 

 

Waldspaziergang mit der Försterin Helen Holland


Am Mittwoch, 8. Mai kamen 26 interessierte Waldliebhaber mit zum Spaziergang durch den schönen Fürstenwald, den die Försterin Helen Holland an verschiedenen Stationen sehr interessant erläuterte und die vielen Fragen bestens erklärte.
Wir erfuhren viel über die verschiedenen Baumarten, Bodenbeschaffenheit und die wichtigen Standorte. Der Borkenkäfer mit Namen „Buchdrucker“ der hier sein Unwesen an den Fichten treibt und wie man ihn einigermaßen in Schach halten kann.
Die schweren Sturmschäden vom letzten Unwetter, das große Teile des Waldes total vernichtet hat und was der Klimawandel damit zu tun hat.
Die hoch interessanten Erzählungen und Erklärungen von Frau Holland wurden begeistert aufgenommen.
Anschließend wurde im Wirtshaus/Cafe Schäfer bei Cafe und Kuchen weiter diskutiert.
Ein interessanter Wald-Nachmittag ging zu Ende.

 

Organisation und Text: Sieglinde Baumgardt, Fotos: Marcelina Reichert und Edgar Schneider

 

 

Wandern und Kultur: Klöster Unter- und Obermarchtal mit Rundwanderung

 

Am Ausweichtermin Montag, 29.04.2023 fuhren 17 Spurwechsler/innen zunächst nach Untermarchtal. Bei manchen löste die Außenansicht der modernen Klosterkirche Verwunderung, Staunen oder zumindest Überraschung aus. In Sichtbeton sind zwei mächtige Rundtürme und ein halbrunder Mittelbau gestaltet. Die Begriffe „Burg“ und „Festung“ waren zu hören.  Die Kirche wurde im Jahr 1972 eingeweiht. Vorbereitet mit einigen Erläuterungen gingen alle gespannt ins Innere der Kirche. Die Größe, Weite und Höhe überraschte noch einmal. Die Farbe weiß überwiegt; Lichtschächte und Oberlichter sorgen für strahlende Helligkeit. Die Bänke sind im Halbrund aufgestellt und bieten Platz für 750 Personen. Altar, Ambo und Tabernakel stehen an der tiefsten Stelle der Kirche: symbolisch für den in Jesus Christus „herunter“ gekommenen Gott. Die moderne Orgel mit 3000 Pfeifen steht frei im Raum. Die Architektur vermittelt spirituelle Inhalte.

Bereits vor der Kirche und auch im Kirchenraum spielten Sabine und Hubert Wiest schöne Weisen auf ihren Alphörnern.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Kloster Obermarchtal. Es ist die größte, komplett erhaltene Klosteranlage in Oberschwaben. Prämonstratenser-Chorherren aus Rot a.d. Rot gründeten es und das Münster wurde im Frühbarock errichtet. Weißer Stuck ziert Wände und Decken, farbige Fresken gibt es im Frühbarock nicht. Nach der Säkularisierung ging das Kloster an das Fürstenhaus Thurn und Taxis. 1973 kaufte die Diözese die gesamte Anlage. Heute sind eine Akademie für Lehrerfortbildung sowie die Franz-von-Sales Realschule untergebracht.

Eine Wanderung durch die herrliche Natur entlang der Donau und auf einem Naturpfad schloss sich an.  Auch da wurden wir von Alphornklängen begleitet. Danke! Den ganzen Tag über hatten wir warmes, sonniges Wetter. Zum Abschluss saßen wir auf der Terrasse des Klostergasthofes und genossen in froher Runde Kaffee, Kuchen und Eis. Das geduldige Warten auf trockenes, warmes und sonniges Wetter hat sich gelohnt!

 

Organisation und Text: Gertrud Renke, Fotos: Sabine Wiest, Uli Mebus

 

 

 

 

Bürgermeister Philipp Bürkle informiert Senioren

 

Der Arbeitskreis Spurwechsel hat am Donnerstag, 11. April zu einem Informationsabend mit Bürgermeister Bürkle eingeladen. Zahlreiche Seniorinnen und Senioren sind in das Katholische Gemeindehaus in Ochsenhausen gekommen.

Bürgermeister Bürkle begann seine Ausführungen mit den Verhandlungen der Stadt Ochsenhausen und der Sankt Elisabeth-Stiftung über die Situation im Altenzentrum Goldbach. Trotz fehlender Pflegeplätze in Ochsenhausen sieht sich die Stiftung nicht in der Lage, den Umbau und die anschließende Belegung des Altenzentrums Goldbach zu stemmen. Bürgermeister Bürkle ist in ständigem Kontakt mit der Stiftung, um die Umsetzung des Vertrages zwischen der Stadt Ochsenhausen und der Stiftung zu erreichen.

Zerstörerischer Starkregen hat in Ochsenhausen und in den Teilorten in der Vergangenheit immer wieder zu großen Schäden geführt. Die Stadt Ochsenhausen ist in engem Kontakt mit dem Regierungspräsidium Tübingen und demnach könnte im Jahr 2026 mit dem Bau von dringend  erforderlichen  Schutzmaßnahmen begonnen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Stadtverwaltung in den kommenden Jahren ist die Sanierung von fünf Schulen und der Sicherung der Ganztagesbetreuung in der Grundschule in Ochsenhausen. Dies alles wird einen Großteil der Haushaltsmittel erfordern.

In den städtischen Kindergärten besteht kein Personalmangel, Stadtverwaltung und Katholische Kirchengemeinde arbeiten eng zusammen.

Die Förderung der örtlichen Vereine und die Belegung der städtischen Hallen werden zusammen mit den Vereinen neu geregelt.

Immer mehr Aufgaben für die Stadtverwaltung bringt einen erhöhten Personal- und Raumbedarf mit sich. Die Räume der ehemaligen Raiffeisenbank werden in Kürze für das Bürgerbüro und das städtische Tourismusbüro zur Verfügung stehen.

Um sich zu informieren, benützt die jüngere Generation nur noch vereinzelt Printmedien. Deshalb wird die Stadtverwaltung vermehr in den sozialen Netzwerken wie Linkin, Facebook und Instagramm präsent sein. 

Für die ausführlichen Schilderungen von Bürgermeister Bürkle bedankten sich die Seniorinnen und Senioren mit herzlichem Beifall. Die anschließende Frage -und Diskussionsrunde war sehr lebhaft.

Eine Bürgerin wünschte sich mehr öffentliche Veranstaltungen auf dem Marktplatz. Andere Fragen beschäftigten sich mit Hochwasserschutz in Goppertshofen, Kanalreinigung und Geruchsbelästigung. Weitere Themen waren bezahlbarer Wohnraum für junge Familien und Senioren, die hausärztliche Versorgung, die Aufnahme weiterer Geflüchteter, die innerstädtische Verkehrsbelästigung und die Schaffung öffentlicher Parkmöglichkein.

Mit nochmaligem Applaus und einem aus Schwarzbrotteig gebackenen Ochsenkopf bedankten sich die Seniorinnen und Senioren bei Bürgermeister Philipp Bürkle für die hochinteressanten Informationen und Ausblicke auf die kommenden Jahre.

 

Organisation und Text: Beate und Max Herold, Fotos: Uli Mebus

 

 

 

Wo man singt, da lass dich nieder

 

Am 21. März 2024 fanden sich ca. 40 Sänger im Steakhaus (Hotel Adler) in

Ochsenhausen ein. Begleitet wurden die Sänger von zwei Musikanten:

Karl-Heinz Maucher mit dem Akkordeon und Josef Schultheiss  (Gesang)

Otto Angele bereicherte den Abend mit seinen humorvollen schwäbischen

Gedichten. Die Veranstaltung dauerte von 18.00 Uhr bis 21.30 Uhr

Es wurden viele bekannte Volkslieder, Schlager und Evergreens gesungen. Texthefte mit ca. 300 Liedern waren vorhanden ( Liederwünsche wurden erfüllt).

Alle Anwesende sangen mit großer Begeisterung.

Für den nächsten Termin ist der 27.09.2024  geplant.

 

Organisation, Text und Fotos: Gerda Anderer

 

 

Münster Zwiefalten und Wolfstal am 20.3.2024

Herrliches Frühlingswetter weckt die Unternehmungslust. So war eine große Gruppe interessierter „Spurwechsler“ erstmals wieder auf Tour.

Versiert und voller Begeisterung brachte unserer ehemaliger Pfarrer und Dekan Schänzle uns die Geschichte des Klosters und die Architekur des Münsters nahe. Das Kloster, wie Ochsenhausen eine ehemalige Benediktinerabtei wurde wenige Jahre früher gegründet. Anders als hier wurde das heutige Münster nach Abbruch der Vorgängerkirche im 18.Jh. vollständig neu erbaut und erstrahlt so bis heute im stilechten vorarlberger Barock. Der Kirchenraum ist lichtdurchflutet und wirkt in seiner Größe mit all seinem Prunk vollkommen harmonisch.  Als besonderes Schmankerl durften wir einige Exponate aus dem Klosterschatz ganz aus der Nähe bewundern. Darunter war der Magnusstab, der die Fluren von Ungeziefer freihalten soll (vielleicht auch unsere Gärten von Schnecken) und ein herrliches romanisches Kreuz (Versicherungswert 2 Mio). Zu guter Letzt erfüllten wunderbare Alphornklänge das Münster, erzeugt von unserem Hubert Wiest, danke dafür.

Nach einem leckeren Mittagessen im Restaurant zum Münsterwirt kam die einfache Wanderung bei Lauterach dann gerade richtig. Das Wolfstal ist ein kleines urtümliches Seitental des großen Lautertals. Leider waren die Märzenbecher wegen der ungewöhnlich milden Witterung schon verblüht. Statt dessen blühten viele andere Pflanzen und wir konnten noch einige zinnoberrote Kelchbecherlinge entdecken, seltene und wirklich leuchtend rote Pilze.

Für einige fand der erlebnisreiche Tage erst in der Gartenwirtschaft der Lautermühle bei Kaffee und Kuchen sein gelungenes Ende.

 

Organisation: Sonja Durach und Max Herold, Text und Fotots: Sonja Durach

 

 

Kochkurs mit Herrn Kirchberger

 

Am 27.2.2024 treffen sich 12 Spurwechsler in der Lehrküche der Realschule

in Ochsenhausen. Unser Chefkoch erläuterte zunächst den Ablauf des Abends,

anhand der für jeden ausgelegten Kochplanes mit Rezepten von 10 Gerichten.

Danach ging es gleich in die Praxis: Die Teilnehmer wurden auf vier Kochstationen aufgeteilt und dort waren bereits die Rezepte mit den Zutaten vorbereitet.

Unter fachkundiger Anleitung von Herr Kirchberger wurden nun, in der super

eingerichteten Küche, die Menüs zubereitet. Zwischendurch konnten wir dann

die, in Form eines warmen Büfetts, aufgebauten Speisen genießen.

Alle Teilnehmer waren von der Organisation und freundlichen Hilfestellung von

unserem Chefkoch begeistert. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals herzlich bei Herrn Kirchberger bedanken!

 

Text und Fotos: Edgar Schneider       

 

 

Künstliche Intelligenz – Wie ChatGPT und Co unser Leben verändern!

 

Gut besuchter Vortrag bei Spurwechsel Ochsenhausen am 31.1.2024

 

„Mach mir eine Begrüßung für einen Vortrag zu Künstlicher Intelligenz (KI) mit 250 Worten“! Kaum hatte Eberhard Lehmann diesen Satz in sein Smartphone gesprochen, begann eine honorige Stimme mit der Begrüßung der 80 Gäste im Kath. Gemeindehaus. ChatGPT bereitete die Zuhörer auf einen faszinierenden Vortrag über KI und seine tiefgreifenden Auswirkungen auf unser Leben vor. Der Chatbot sprach davon, dass KI längst mehr als eine technologische Errungenschaft sei – sie ist zum treibenden Kraftwerk des Wandels geworden. Von selbstlernenden Algorithmen bis zu neuronalen Netzwerken, die menschenähnliches Lernen ermöglichten, entfalte sich ein faszinierendes Panorama an Innovationen. Zitat: “Machen Sie sich bereit für einen Dialog über die Chancen, Herausforderungen und eine evolutionäre Reise, die vor uns liegt“.

Diesen Anspruch von ChatGPT konnte Dr. Michael Haas in vollem Umfange mit seinem Vortrag erfüllen. Nach kurzer Vorstellung seiner Person (Abitur in Ochsen-hausen, Ingenieurstudium der Elektrotechnik in Ulm mit Masterabschluss und Promotion, jetzt Teamleiter bei Boehringer Ingelheim) stellte er zunächst dar, wo KI schon selbstverständliche Anwendung in unserem privaten und beruflichen Alltag ist. Beispiele aus der Pharmaindustrie, der Automobilindustrie, der Kommunikations-technik, der Gesundheitsversorgung und viele mehr machten den Zuhörern deutlich, wie konkret KI schon jetzt unser Leben prägt. Seine Ausführungen zur enormen Steigerung von Rechnerleistungen, zum Anwachsen von Datenmengen und zu Verfeinerung von Algorithmen konnten verständlich machen, welchen Potenziale in dieser Technologie stecken. Nicht unerwähnt lassen wollte der Referent am Ende ethische, rechtliche und soziale Herausforderungen. Der verantwortungsbewusste Einsatz von KI erfordert seines Erachtens eine breite gesellschaftliche Debatte.

 

Organisation, Text und Bild: Eberhard Lehmann

 

 

 

Sehen im Alter 

 

Ein Vortrag am Dienstag, 23.1.2024 beim Spurwechsel Ochsenhausen

 

Nachlassende Sehkräfte im Alter beobachten viele Menschen bei sich oder bei ihnen nahestehenden Personen. Dr. Peter Schroeder berichtete als betroffene, erblindete Person über die Situation und die Ängste, die der schleichende Verlust der Sehkraft mit sich bringen. Die Zuhörer, die der Einladung des Spurwechsels in großer Zahl folgten, erfuhren Wissenswertes, stellten eine Vielzahl von Fragen und konnten erkennen, dass auch beim Erblinden Möglichkeiten bestehen, dieses Schicksal zu meistern. Der Referent ist Leiter einer Selbsthilfegruppe PRO RETINA in Ulm/Oberschwaben und konnte kompetent über die Feuchte und die Trockene Makuladegeneration (AMD), über die diabetische Retinopathie/Netzhauterkrankung sowie über das Glaukom berichten.

Besonders interessant waren auch kurze Filmausschnitte, die den Zuhörern einen Eindruck verschafften, wie der Mensch eine nachlassende Sehkraft wahrnehmen kann. Persönliche Berichte zu den Tricks und Hilfsmethoden, die P. Schroeder für sich entdeckt hat und nutzt, waren überzeugend und sehr eindrucksvoll. Am Ende gab es großen Applaus für diesen informativen Vortragsabend.

 

Organisation und Text: Marcelina Reichert, Fotos: Marcelina Reichert, Edgar Schneider

 

 

Wo man singt, da lass dich nieder

 

Am 16.11.2023 trafen sich ca. 45 Sänger im Steakhaus ( Hotel Adler).

Sie kamen aus Schelklingen Warthausen,

Schemmerhofen, Uttenweiler, Attenweiler, Dietenheim Wain, Bellamont, Maselheim, Reinstetten und Ochsenhausen

Begleitet wurden die Sänger von drei Musikanten:

Karl-Heinz Maucher mit dem Akkordeon

Freddy Anderer mit der Gitarre

Und Josef Schultheiss  (Gesang)

Es wurden von 17.30Uhr  bis 22.00 Uhr  viele bekannte Volkslieder, Schlager und Evergreens gesungen. Texthefte mit ca. 300 Liedern waren vorhanden. ( Liederwünsche wurden erfüllt)

In den Gesangspausen wurden Gedichte vorgetragen.

Alle Anwesende sangen mit großer Begeisterung.

Ludwig Zwerger war auch begeistert und spendierte allen Anwesenden Sekt.

Die nächsten Termine sind: 21.03.2024 und 22.09.2024

 

Organisation, Text und Fotos: Gerda Anderer

 

 

 

Vom Jetpilot bei der Luftwaffe zum Flugzeugführer eine Airline – Ausbildung und Arbeit“

 

Mit den Worten: „Wir heißen Sie herzlich willkommen an Bord des Spurwechselfluges 07/11/2023 von Ochsenhausen nach Kuhhausen. Ihre Flugbegleiter sind Beate Herold und Eberhard Lehmann von der bekannten Airline Spurwechsel – Junge Senioren. Im Cockpit sitzt heute mit Herrn Tobias Wiedmann ein äußerst erfahrener Flugzeugführer. Er wird Sie anschließend persönlich an Bord willkommen heißen und Ihnen Details zu seiner beruflichen Laufbahn und zu unserer Reise durch die militärische und zivile Luftfahrt geben. Ich bin mir sicher er; wird dies in verständlicher deutscher Sprache und nicht im gewohnten Pilotenslang tun. Herr Wiedmann kennt Ausbildung und Arbeit in beiden Luftfahrtbereichen, wie wahrscheinlich nur Wenige. Er kann uns damit fundiert Einblicke in die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten geben“, begrüßte Eberhard Lehmann zahlreiche Gäste zum Vortrag mit Tobias Wiedmann am 07.11.2023 im Gemeindehaus.

 

Obwohl erst 45 Jahre kann der Referent auf eine beeindruckende Karriere im militärischen wie im zivilen Luftfahrtbereich zurückblicken. Bei der Luftwaffe war er nach seiner Offiziersausbildung Einsatzpilot und Fluglehrer auf einem Tornado mit zahlreichen fliegerischen Aufenthalten in den USA. Viele Fragen der Zuhörer drehten sich um die Themen physische und psychische Belastungen sowie einsatztaktische Abläufe im Luftkampf. Seit seinem Ausscheiden bei der Bundeswehr fliegt er als First Officer bei einer bekannten Fluglinie eine A 320 im Linienverkehr. Ergänzend unterrichtet er angehende Piloten als Fluglehrer. Aufgrund der aktuellen Situation am Hamburger Flughafen drehten sich viele Frage um sicherheitsrelevante, aber auch das Klima belastende Aspekte der zivilen Luftfahrt.

 

Organisation und Text: Eberhard Lehmann

 

 

 

Besuch der Kartause in Buxheim am 25.10.2023

 

Eine Gruppe interessierter „Spurwechsler“ besichtigte bei einer Führung die ehemalige Reichskartause Maria Saal in Buxheim.

1402 ging das ehemalige Chorherrenstift in Buxheim an den Kartäuserorden über. Reiche Bürger der umliegenden Städte wie Ulm, Augsburg, Memmingen oder Kempten stifteten den Mönchen ihre Kartäuser Zellen. Das Kloster wurde wohlhabend und konnte Dominikus Zimmermann mit barocken Stuckarbeiten beauftragen. Das prächtige Chorgestühl schuf der Tiroler Ignaz Waibel aus 200 Eichen. Die verschiedenen theologischen Ebenen werden durch Dämonen, Heilige und die 12 Apostel dargestellt.

Die Kartause stand zunächst unter dem Schutz der freien Reichsstadt Memmingen, während der Reformation stellte Kaiser Ferdinand die Kartause unter seinen Schutz, daher die Bezeichnung „Reichskartause“

Nach der Säkularisation übernahmen der Freistaat Bayern, der Bezirk Schwaben und der Salesianer-Orden verschiedene Teile des Klosters.

Das berühmte Chorgestühl wurde 1883 durch Graf Hugo Waldbott verkauft und gelangte auf abenteuerlichem Weg nach England. Erst im Jahr 1980 kaufte der Bezirk Schwaben das Chorgestühl zurück und heute ist es wieder an seinem ursprünglichen Platz zu bewundern. 

Die Führerin Frau Berg erläuterte kompetent die Bedeutung der Bruderkirche, des Lettners und der Kirche für die Priestermönche.

Beeindruckend waren die Marienkapelle mit der schwarzen Madonna und die Anna-Kapelle, die Dominikus Zimmermann im Stil des Rokoko ausschmückte. 

Zum Schluss konnten die Teilnehmer noch eine Mönchszelle besichtigen. Sie umfasste neben Schlafraum und Bet-und Studierstube auch eine Werkstatt und einen kleinen Garten.

Wer in den Orden eintreten wollte, musste 7 Jahre das Noviziat durchlaufen, erst danach legten die Männer die ewige Profess ab. Ihr Tagesablauf verlief schweigend im Gebet, Studium oder in handwerklicher und gärtnerischer Tätigkeit. Dreimal täglich trafen sie sich zum Gottesdienst. Die Kost war einfach und vegetarisch, die Fastenzeit dauerte von September bis Ostern.

 Im Anschluss unternahmen die „Spurwechsler“ eine kurze Wanderung durch den herbstlichen Wald zu den Fischteichen, die die Mönche angelegt hatten. Bei schönem Wetter sind hier viele Familien und Badegäste anzutreffen.

Bevor der Regen einsetzte gelangte die Gruppe zur ausgesuchten Gaststätte und beschloss den Nachmittag in froher Runde.  

 

Organisation und Text: Beate und Max Herold,

Fotos: Uli Mebus und Edgar Schneider

 

 

Abschluss-Radtour nach Otterswang und Bad Schussenried

      

Am 11. Oktober fand bei herrlichem Wetter die letzte Radtour der diesjährigen Radsaison statt. Von Ochsenhausen aus radelten die 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Eberhardzell und Oberessendorf durch das „Wilde Ried“, entlang des „Hagnaufurter Rieds“ und am Schwaigfurter Weiher (von den Mönchen des Klosters Schussenried bereits im Jahr 1480 zur Fischzucht und für Mühlenbetrieb aufgestaut) vorbei nach Otterswang, wo der Erntedankteppich bewundert und bestaunt wurde. Anschließend fuhr die Gruppe weiter nach Bad Schussenried zum Mittagessen. Groß waren die Überraschung und die Freude, als sich neben Max Herold auch H. Bürgermeister Bürkle zum Mittagessen einfand, die Teilnehmer begrüßte und so sein Interesse am Arbeitskreis Spurwechsel bekundete. Frisch gestärkt radelte die Gruppe danach nach Olzreute, wo sie einige Informationen über den dortigen Fund von jahrtausendalten Rädern erhielten. Über Steinhausen, Ingoldingen und Ummendorf führte die Tour zurück nach Ochsenhausen, wo die Gruppe bei bester Stimmung und ohne Sturz und Panne ankam.

 

Leitung: Rolf Berger, Christine und Uli Mebus,Text: Uli Mebus, 

Fotos: Kurt Bitterle, Beate Hörnle, Uli Mebus

 

 

 

Halbtageswanderung zum Hauchenberg

 

Am 5.10. trafen sich 13 Spurwechsler zur Wandertour auf den Hauchenberg. Das Wetter war ideal, wenn auch noch etwas frisch. Der Himmel leider bedeckt, trotzdem eine gute Sicht. Man startete in Diepolz bei der Kirche und musste gleich eine Steigung von 21 Prozent bewältigen. Danach gings gemütlich bergan bis mir die Luft aus ging. Gottseidank hat Uli sich gleich bereit erklärt, die Gruppe zum Alpkönigblick und weiter zum Gipfelkreuz (siehe Bilder) zu führen. Dort genossen sie den schönen Rundblick übers Allgäu, nahmen ihr Vesper ein und wanderten zurück zur Einkehr auf die Höfle-Alpe.

Edgar verzichtete auf das Gipfel-Erlebnis und blieb bei mir. Bald ging es mir besser und wir stiegen langsam hinab zur Einkehr.

Diese Wanderung ist Teil des Karl-Hirnbein-Wegs, der ihm zu Ehren so benannt wurde. Karl Hirnbein ist der Allgäu-Pionier und wurde auch der Alp-König genannt nachdem der Aussichtsturm benannt wurde. K. Hirnbein hatte den Käse im Allgäu eingeführt und mit zahlreichen Bauern Milchverträge abgeschlossen. 1836 hatte sich der Käse so weit ausgebreitet, dass der Magistrat von Kempten dessen Einschränkung zum allgemeinen Wohl forderte, da er die Luft verpeste und die Mitmenschen belästige.

Gut gelaunt trafen die Wanderer dann auch auf der Höfle-Alpe ein und ließen es sich gut gehen bei herrlichen Kuchen, Kaffee, Tee und Vesper.

Um 18.30 Uhr waren alle wieder wohlbehalten daheim angekommen.

Ich möchte mich bei allen fürs Mitkommen und fürs Verständnis meiner Unpässlichkeit bedanken. Mein besonderer Dank geht an Uli und Edgar die mich im wahrsten Sinne des Wortes „aufgefangen“ haben. DANKE !!!

 

Organisation und Text: Sieglinde Baumgardt, Fotos: Uli Mebus und Edgar Schneider

 

 

Grenzgängerwanderung von Oberreute(D) nach Sulzberg(A)

 

Am Mittwoch 20.09.23 fuhren 19 Spurwechsler nach Oberreute und machten sich auf den Weg nach Sulzberg. Das sonnige Wetter lud ein, den kurzen Anstieg zur Martinshöhe  hochmotiviert anzugehen. Beim Gipfelkreuz angekommen, packten die ersten das Vesper aus und alle genossen den Blick hinunter nach Oberreute und weit hinaus Richtung Heimat. Der weitere Weg führte über Wiesen- und Waldwege. Die Sonne schien durch die lichten Waldstücke und gab angenehmen Schatten. Beim Kalten Brunnen trafen wir auf einen Ruheplatz mit Hütten, Bänken, Hängematten und Spielgeräten. Ganz Mutige wagten, im  „Spinnenetz“ zu klettern. Kurze Zeit später kamen wir zum Grenzschild und zum „Schlagbaum“, der sofort mit dem angebrachten Seil heruntergeholt wurde. Ein seltenes Motiv für ein Gruppenfoto! Der Weiterweg führte auf dem Grenzerpfad durch ein Waldstück Richtung Sulzberg. Der Föneinfluss bescherte uns eine überwältigende Bergsicht, als wir auf dem Panoramaweg weiterwanderten. Die Berggipfel vom Säntis über den Bregenzer Wald, die Nagelfluhkette , der Hohe Ifen und der Widderstein standen klar und mächtig vor uns. In Sulzberg kehrten wir ein und freuten uns über die feinen Speisen und Kuchen. Selbst vom Restaurant aus konnten wir die Aussicht genießen. Nach dieser Erholungspause gingen wir auf dem Rückweg durchs Wildrosenmoos. Der Moorsee begeisterte alle und auch hier war ein guter Ort für ein Gruppenfoto. Am Grenzerhäuschen gab es viel zu bestaunen, denn die Ausstattung samt Zeitung von damals war sehenswert. Bis 1995 gab es hier Grenzposten, die nach festen Plänen auf Schmugglerjagd gingen. Der weitere Rückweg lag oft im Schatten, denn die Sonne begleitete uns den ganzen Tag. Die frohe und freudige Stimmung ist auf den Fotos zu sehen. Die angeregten Gespräche zeigten, dass sich alle wohl fühlten und den Wandertag in netter Gesellschaft bei strahlendem Sonnenschein genossen. Auch die fünf „Neuen“ lobten die angenehme und frohe Gesellschaft.                                                           Einen besonderen Dank möchte ich Sigrid Buhl aussprechen, die mich umsichtig und tatkräftig bei der Durchführung des Wandertages unterstützte. Herzlichen Dank auch denen, die fotografiert haben!

 

Text: Gertrud Renke,  Fotos: Sonja Durach, Elisabeth Göringer, Gerhard Maucher, Otto Schlachter                                                                                                                         

 

 

 

Die Firma Südpack in Ochsenhausen hat am 5. September 2023 für die Gruppe Spurwechsel in Ochsenhausen ihre Tore geöffnet!

In rd. 2 Stunden erfuhren die angemeldeten Teilnehmer von jungen Mitarbeitern der Firma Südpack hochinformativ und interessant, welche Leistungen die Firma als führender Hersteller von High-Performance-Folien für das Verpacken von Lebensmitteln, Medizingütern und Non-Food-Produkten - auch mit Werken im Ausland - erbringt. Beim Betriebs-Rundgang wurden die "Spurwechsler" mit fachlichen, kompetenten Detail-Erklärungen rundum in Erstaunen versetzt. Auffallend war auch das beispielhafte, gute Betriebsklima!

Südpack seit mehr als 50 Jahren kompetenter Partner der Industrie mit vielen Auszeichnungen und überzeugtem Sitz in Ochsenhausen!

Spurwechsel bedankt sich besonders herzlich bei der Geschäftsführung und den motivierten Mitarbeitern für die gebotenen Erklärungen!

Organisation und Text: F. Weiß, Foto: Südpack

  

 

Radtour zu zwei schönen Aussichtspunkten im Allgäu

 

Am Mittwoch, 16.08.2023 trafen sich 25 Spurwechslerinnen und Spurwechsler, um bei schönem und trockenem Wetter ins Allgäu zu radeln.

Die Strecke führte zunächst nach Unterschwarzach, wo die Gruppe einige Informationen über Bad Wurzach (flächenmäßig die drittgrößte Gemeinde Baden-Württembergs) und die Bedeutung des Wurzacher Rieds (größtes zusammenhängendes Hochmoor Mitteleuropas) erhielt. Danach ging es auf dem Radweg nach Bad Wurzach, welches ohne Aufenthalt durchquert wurde. Über Reichenhofen gelangte die Radlergruppe auf ruhigen, kleineren Sträßchen nach Tautenhofen (bei Leutkirch). Von dort führte der Weg steil nach oben zur im Jahre 2000 eingeweihten, 742 m hoch gelegenen Autobahnkapelle Winterberg („Galluskapelle“). Nachdem die schönen Ausblicke auf das Allgäu und die Stadt Leutkirch sowie das Vesper genossen waren, begab sich die Gruppe in die Kapelle, wo sie ausführliche Informationen über die Baugeschichte, die Symbolik des Innenraums und die Allgäuheiligen Columban, Gallus und Magnus erhielten, die zwischen dem 7. und 8. Jahrhundert das Allgäu christianisiert hatten. Vor der Autobahnkapelle befindet sich eine Bronze-Skulptur von ihnen mit ihren Attributen: Sonne (Columban), Bär / Holz (Gallus) und Drache (Magnus). Die Galluskapelle an der A 96 ist eine von vier Autobahnkapellen in Baden-Württemberg.

Danach fuhr die Gruppe auf einem anderen Weg zurück nach Diepoldshofen, wo die längere und verdiente Kaffeepause erfolgte.

Frisch gestärkt radelten die Spurwechsler einen steileren Anstieg in Richtung Wachbühl (bei Starkenhofen) hinauf. Bei einem kurzen Halt an einer „Besenkapelle“ wurde ihnen die Bedeutung einer solchen Kapelle erklärt: Bis heute werden in ihnen Besen abgestellt, um eine Heilung von Hautleiden zu erbitten. Stetig leicht bergan führte die Strecke zum Wachbühl, der mit 791 m die höchste Erhebung der Raumschaft Bad Wurzach darstellt. Hier hatte die Gruppe einen schönen Blick auf das Allgäu und, im Hintergrund, auf die Alpenkette. Interessant für die Gruppe war die große Linde: Sie wurde nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 als „Siegeslinde“ gepflanzt. Da diese Linde eng mit der deutsch-französischen Städtepartnerschaft von Bad Wurzach mit Luxeuil-les-Bains (Kloster des Allgäuheiligen Columban) zusammenhängt, wurde aus der Siegeslinde ab 1988 eine „Friedenslinde“.

Über Seibranz radelte die Gruppe auf einem meist bergab führenden Weg nach Spindelwag, wo noch Büffeleis genossen wurde. Nach den restlichen Kilometern kamen die Spurwechsler nach einem wunderschönen und interessanten Radtag wieder wohlbehalten und in bester Stimmung in Ochsenhausen an.

 

Organisation und Text: Christine und Uli Mebus

Fotos: Uli Mebus und Kurt Bitterle

 

 

Wanderung zum Biohof Badhaus 5

 

Am 12. Juli 2023 einen Tag nach dem heftigen Gewitter in unserer Raumschaft starteten in Rottum 17 Personen. ( Termin wurde am Vormittag von Frau Salzer nochmals bestätigt.)

Der Weg führt zum Teil der Rottum entlang in wunderschöner Landschaft zum Paradiesweg,von dort führte die Route durch den Wald Richtung Kemnat.

Schon bald wurde der Weg durch umgefallene Bäume etwas abenteuerlich,

es mussten einige auf der Straße liegende Bäume überstiegen werden.

Die Gruppe kam pünktlich in Badhaus 5 , wo uns Thomas und Simone Salzer und 3 weitere Interessenten empfangen haben.

Thomas erklärte uns den Hof, bei dem wie er sagte von der Geburt der Tiere

bis zum Teller alles aus eigener Produktion gemacht wird.

Es werden zur Zeit 146 Hochlandrinder und ca. 30 Schweine gehalten

Die Hochlandrinder sind sehr robust und können das ganz Jahr in freier Natur leben. Die Tiere sehen nicht nur schön aus, sondern sind wohl auch recht pflegeleicht.

Das Futter ( überwiegend Heu) wird von Salzers selbst angebaut .

Die Tiere werden auf eine sanfte Art zur Schlachtung vorbereitet.

Seit 1 Jahr wird hier im kleinsten Schlachthaus von Europa geschlachtet.

Es konnte dem Metzger bei der Zerlegung eines Rindes zugeschaut werden.

Im Anschluß wurde die Gruppe bewirtet, es gab selbst hergestellte  Badhauserl Würste vom Grill im leckeren Weggle und Getränke.

Die Gruppe war total begeistert.

 

Text: Gerda Anderer, Bilder: Marita Prelisauer, Edgar Schneider

 

 

Stoffelbergwanderung 


Die Stoffelbergwanderung am Mittwoch, 24.5. fiel buchstäblich ins Wasser!
17 wanderfreudige Spurwechsler fanden sich – trotz zweifelhafter Wettervorhersage – in derHoffnung ein, dass der Wettergott ein Einsehen mit uns habe.
Je näher wir dem Allgäu kamen, umso mehr verdunkelte sich der Himmel und öffnete dann tatsächlich seine Schleusen.
In Niedersonthofen angekommen, begaben wir uns in die am Fuße des Stoffelbergs gelegene spätgotische Kirche, die bedeutendste im Oberallgäu. Sie wurde vom Benediktiner Kloster in Ottobeuren gegründet. Hubert ließ sein neues, kleines Alphorn erklingen und wir sangen der Mutter Gottes zu Ehren ein schönes Lied. Danach begaben wir uns schnurstracks in das sehr nette und freundliche Gasthaus zur „Sonne“. Es war dort für uns reserviert und es störte nicht, dass wir drei Stunden früher kamen. Wir wurden hervorragend bedient und genossen das feine Mittagsmahl
„Hüttenkröstel“ usw. Zwischenzeitlich hatte der Regen nachgelassen und alle waren sich einig, den Niedersonthofener See zu umrunden. Mit flottem Schritt schafften wir dies in knapp zwei Stunden!
Auf der Heimfahrt machten wir einen kurzen Abstecher zur Genuss-Manufaktur in Urlau und probierten den feinen Kaffee „für die Seele“. Um 17.00 Uhr kamen wir zufrieden zu Hause an und hatten das gute Gefühl, aus diesem verregneten Tag doch noch das Beste herausgeholt zu haben.

 

 

Radtour von Bad Wurzach nach Kisslegg am 04.05.2023

 

Mit einer Rundtour von Bad Wurzach nach Kisslegg wurde die diesjährige Radsaison des Arbeitskreises Spurwechsel eröffnet.

Bei herrlichem Wetter führte der Weg zunächst von Bad Wurzach aus auf eine Anhöhe in Richtung Ziegelbach, von wo aus die 21 Spurwechsler einen schönen Blick über das vom Gletscher geschaffenen Wurzacher Becken mit dem Wurzacher Ried hatten. Beim Wurzacher Ried handelt es sich um eines der bedeutendsten Moorgebiete Süddeutschlands mit dem größten zusammenhängenden Hochmoor Mitteleuropas (Wikipedia). Nachdem durch Trockenlegen und Torfstechen das Moorgebiet gefährdet war, werden nun Renaturierungen und Maßnahmen zur Wiedervernässung durchgeführt. Über Ziegelbach und Rohrbach radelte die Gruppe zum Rohrsee, der einer der größten natürlichen Seen Oberschwabens ist und unter Naturschutz steht, da er für die Vogelwelt sehr bedeutsam ist. Nach einer kurzen Pause ging es hinauf nach Eintürnenberg, einer ehemaligen keltischen Siedlung, wo die Radler eine schöne Aussicht über die herrliche Allgäuer Landschaft genießen konnten. Nun führte die Strecke entlang des Hasen- und Langwuhrweihers zum Holzmühleweiher. Diese Gewässer entstanden aus von Gletschern geschaffenen, mit Wasser gefüllten Senken und durch Aufstauung besonders während des Mittelalters (Info-Tafel). Über Immenried gelangte die Gruppe auf eine Anhöhe mit einem wunderschönen Blick auf die Allgäu-Landschaft und die Alpenkette. An Rahmhaus und der Wallfahrtskirche „Maria Königin der Engel“ in Rötsee vorbei führte nun der Radweg stetig bergab nach Kisslegg, wo die Gruppe sich bei einer gemütlichen Einkehr mit Kaffee und Kuchen für den Rückweg stärker konnte. Danach ging es über Matzenweiler am Metzisweiler Weiher entlang wieder über Weitprechts, Rohrbach und Ziegelbach nach Bad Wurzach zurück. Eine tolle Radtour ohne Pannen und Stürze war zu Ende!

 

Organisation und Text: Christine und Uli Mebus           Foto: Uli Mebus

 

 

Stadtführung in Laupheim

 

Am Mittwoch, den 03.05.2023 fand für den Spurwechsel Ochsenhausen bei schönem Maiwetter eine hochinteressante Führung in Laupheim statt.

Elisabeth Kilian berichtete darüber, dass Laupheim heute eine Große Kreisstadt mit über 23 000 Einwohnern ist und Wirtschaftsstärke, Heeresflugplatz, Rosenmarkt, einen großen Schulcampus, das Kulturhaus, in dem ein bedeutender Filmpreis verliehen wird und viele weitere Einrichtungen aufweist. Sie zeigte beim Großen Schloss, beim Stadtrundgang und auf dem Judenberg die wechselvolle Geschichte der Siedlung Laupheim auf. Durch Streitigkeiten wurde ein zweites Schloss Kleinlaupheim gegründet, womit der Ort im Prinzip gespalten war.

1724 war der Reichsfreiherr Carl Damian von Welden in Finanznot und erlaubte deshalb 20 jüdischen Familien aus Illereichen, Buchau und der Ulmer Umgebung für je 100 Gulden sich in Laupheim anzusiedeln. Er stellte einen Freibrief aus, wobei Grundbesitz und handwerkliche Berufe nicht erlaubt waren. Die jüdische Gemeinde wohnte in extrem verengten Verhältnissen/sehr kleine Häuschen auf dem Judenberg und lebte vom Handel. Über 3 Jahrhunderte standen in Laupheim Christen und Juden in guter Beziehung zueinander, so dass im 19. Jh. eine jüdische Schule, Grundbesitz und freie Berufsausübung möglich waren und hier ohne Ghettobildung die größte jüdische Gemeinde Württembergs war. Dies brachte einen weiteren Aufschwung für

Laupheim. Berühmte Personen und Familien waren z.b. Adler (Künstler des Jugendstils), Bergmann (Fabrikanten und Läuferin), Einstein (Fabrikanten), Steiner (Fabrikanten) usw. Carl Laemmle, der berühmte Mann, der Hollywood mit geschaffen hat, hat vielen jüdischen Auswanderern geholfen und hat als „Onkel Carl“ den Laupheimern bei seinen Heimatbesuchen immer viel Geld für städtische Projekte spendiert.

Dies und noch viel mehr wurde bei der Führung humorvoll erzählt, so dass die Zeit wie im Flug vergangen ist. Wir bedankten uns sehr herzlich bei Elisabeth Kilian.

 

Organisation, Text und Bilder: Marcelina Reichert

 

Wann die Anschaffung eines Elektroautos Sinn macht

 

Der Vortrag über eine mehrjährige Erfahrung mit einem E-Autos am 27.4.2023 im Katholischen Gemeindehaus fand großes Interesse. Gut 45 Teilnehmer konnte der Referent Edgar Schneider am Abend begrüßen. Gliederung des ca. 1½-stündigen Vortrages: Klimawandel und Beitrag des Autos zum Klimaschutz, Technologie des E-Autos, Wirtschaftlichkeit, Erfahrungen bei der täglichen Handhabung und Zusammenfassung mit Fazit. Anhand praktischer Beispiele und Berechnungen mit vielen Folien, wurde gezeigt wo die Vorteile – aber auch Nachteile - eines E-Autos gegenüber einem Verbrenner-Auto liegen. So haben die Teilnehmer eine gute Orientierung für die Entscheidung bekommen, welches Auto bei einem Wechsel in Frage kommen könnte. Die vielen interessanten und teilweise auch kritischen Fragen der Teilnehmer zum E-Auto, waren eine große Bereicherung. 

 

Text: Edgar Schneider, Foto: Uli Mebus

 

 

 

 

Bericht: Leprosenhaus in Bad Wurzach und Riedwanderung

 

Am Mittwoch, 26.04.2023 besuchte eine Gruppe Spurwechsler das Leprosenhaus in Bad Wurzach. Bei einer sehr ausführlichen und informativen Führung hörten die Teilnehmenden viele Daten, Fakten und Geschichten um das ehemalige Siechenhaus der Stadt. Von 1355 bis 1782 existierte diese Einrichtung für ausgesetzte Leprakranke. Es liegt auf einer Anhöhe außerhalb der Stadt. Dorthin wurden die Kranken mit einem vorausgehenden Beerdigungsritual verabschiedet und sie durften die Stadt nicht mehr betreten. Der Führer zeigte in der Kapelle den Sarg und legte sich die vorgeschriebenen Kleidungsstücke um, die jeder Kranke tragen musste, wenn er das Haus zum Betteln verließ. Im Haus versorgte eine Magd die Kranken, von denen jeder ein eigenes Zimmer hatte. Durch die Unterstützung der damaligen Herrschaft Waldburg-Zeil-Wurzach erfuhren die Ausgesetzten eine gute Pflege. Mit großem Interesse schauten wir uns die großzügige Küche, die beheizbare Wohnstube, verschiedene Zimmer im Obergeschoss an und staunten über manche Gegenstände. In Teilen des Hauses sind Gemälde von Sepp-Mahler ausgestellt. Er wurde 1901 in der großen Wohnstube geboren, nachdem das Haus als Torfstecherunterkunft genutzt wurde.

Im Kräutergarten vesperten wir anschließend. Dann spazierten wir zum ehemaligen Zeiler Torfwerk und machten uns auf den Torfstecherweg mit Schautafeln, alten Geräten und einem Moortretbecken. Das Wetter war uns gnädig! Im rustikalen Wurzelsepp, der ehemaligen Torfstecherkantine, kehrten wir ein. Die Freude über das Zusammensein nach der Winterpause war nicht zu überhören. Zum Gelingen des Ausfluges haben wieder Christine und Uli beigetragen. Vielen Dank euch!

 

Text: Gertrud Renke    Fotos: Uli Mebus

 

 

Besichtigung der Fa. Berger

 

Die Firma Berger Ummendorf empfing die Gruppe Spurwechsel am 18.04.2023

Eine schöne Anzahl von technisch Interessierten wurde durch Fachleute der Firma Berger in den Produktionshallen in Ummendorf rund geführt!

Bei einer Start-Präsentation erfuhren die Männer und Frauen, dass die Berger-Gruppe hauptsächlich Präzisionsteile für die Automobilzuliefer-industrie und Teilen der Luftfahrt produziert. Bei Berger ist Präzision in diesem Fall keine Marketingfloskel. Die Teile müssen bis auf wenige µ (gesprochen mü) genau sein (1000 µm = 1 mm). Die Fertigungsanlagen sind beeindruckend. Hochwertige Apparate - darunter diverse Roboter - reihen sich in den Werkshallen aneinander. Die komplexe, moderne Technik, die hinter jeder Anlage steckt, lässt sich für Laien nur erahnen. Nach 2 hochinformativen und interessanten Stunden verließen die Teilnehmer erstaunt – und mit Dank - das Werksgelände!

 

Organisation, Text und Bild: Fritz Weiß

 

 

 

Wo man singt, da lass dich nieder

 

Am 30.03.2023 trafen sich ca. 30 musik liebende Personen im Steakhaus ( Hotel Adler).

Sie kamen aus Ulm, Warthausen, Schemmerhofen, Uttenweiler, Wain, Bellamont und Ochsenhausen

Begleitet wurden die Sänger von drei Musikanten:

Karl-Heinz Maucher mit dem Akkordeon

Freddy Anderer mit der Gitarre und

Josef Schultheiss  (Gesang)

Es wurden von 17.30Uhr  bis 21.30 Uhr  viele bekannte Volkslieder, Schlager und Evergreens gesungen. Texthefte mit ca. 300 Liedern waren vorhanden. ( Liederwünsche waren möglich).

In den Gesangspausen wurden Gedichte vorgetragen.

Ein Gast aus Uttenweiler ( früherer Mitarbeiter der Firma Südpack)

brachte einen selbstgedichteten Liedvortrag

Alle Anwesende waren sehr begeiste

 

Organisation, Text und Bilder: Gerda Anderer

 

 

 

Literaturabend beim Spurwechsel am 16.3.2023

 

Die Schriftstellerin Juli Zeh erhielt kürzlich einen Literaturpreis für ihre Trilogie "Unterleuten", "Über Menschen" und "Zwischen Welten". Die Jury argumentierte, Zeh sei "eine extrem wache und genaue Beobachterin deutscher Befindlichkeiten". 

Um diese aktuelle conditio humana sowie um die Frage, was gute Literatur ausmache ging es bei der Vorstellung des Romans "Über Menschen", zu der sich einige Lesefreunde im Katholischen Gemeindehaus einfanden. Pat Goetz und Mathilde Mohn beleuchteten vor allem Handlungsaspekte und Phänomene des Zeitgeistes. Insgesamt eröffneten die Referentinnen durch Textbeispiele, Sprachbetrachtung und Querverweise, u.a. auf Physik und Philosophie, ihren Zuhörern einen Zugang zu Zehs Roman. Zum Schluss zitierte Pat Goetz Immanuel Kant: Seine große, immer noch gültige Frage " Was ist der Mensch?" erweist sich auch als Auftrag. 

 

Organisation: Mathilde Mohn und Pat Goetz, Text: Mathilde Mohn, Fotos: Edgar Schneider

 

 

 

Erlebnisreiche Besichtigung der Biogasanlage in Reinstetten am 16.2.2023

 

Biogasanlagen dienen der Erzeugung von Biogas durch Vergärung von Biomasse. In landwirtschaftlichen Anlagen werden meistens tierische Exkremente und Energiepflanzen als Substrat eingesetzt.                                          Herr Erwin Gerster, Inhaber der Biogasanlage in Reinstetten, hat uns - zusammen mit seinem Sohn Andreas - zu einem sehr interessanten Betriebsrundgang empfangen. Wir erfuhren alles Wichtige zum Ablauf der Biogasherstellung und Stromerzeugung in freundlicher, kompetenter und leicht verständlicher Weise. Neben den biochemischen Prozessen der Gasherstellung war auch das Blockheizkraftwerk hochinteressant: Hier konnten wir die 4 Gasmotoren (zusammen 770 kW bzw. 1.000 PS) mit angeflanschten Generatoren zur Stromerzeugung live erleben. Auch sahen wir, wie die Abwärme der Motoren in das Fernwärmenetz eingespeist wird – neben Einfamilienhäusern ist auch die Gemeinschaftsschule in Reinstetten angeschlossen. Die Stromproduktion ist so hoch, dass ca. 1.000 Zweipersonen-Haushalte mit Strom zuverlässig versorgt werden können. Oder ca. 1.000 Elektro-Autos mit einer Fahrleistung von ca. 13.000 km pro Jahr. Interessant war auch zu erfahren, dass die gesamte Stromerzeugung - über eine Remote-Steuerung - an den aktuellen Strombedarf und der Netzlast laufend und automatisch angepasst wird.

      Die 20 Teilnehmer waren am Betrieb so interessiert, dass aus einer ursprünglich geplanten einstündigen Besichtigungszeit, mehr als zwei Stunden wurden. Herzlichen Dank an Erwin Gerster und seinen Sohn Andreas!                            Die erlebnisreiche Besichtigung fand mit einer gemütlichen Einkehr im Gasthaus zum Hecht in Reinstetten ihren Abschluss.

 

Organisation, Text (teiweise aus Wikipedia) und Fotos: Edgar Schneider  

 

 

 

 

Bericht von der Schneeschuhwanderung am 08.02.2023

 

Die Wettervorhersage hielt Wort und so begleitete die Sonne die 19 Spurwechsler den ganzen Tag. Die zunächst frostigen Temperaturen konnten uns nichts anhaben, da der gewählte Weg vom Ort Kreuzthal hinauf zum Raggenhorn stetig sanft anstieg. Es ging zunächst durch herrlich verschneiten Wald, der von der Sonne immer wieder durchstrahlt wurde. Auf der ganzen Strecke freuten wir uns über die Neuschneemenge. Da einige Einsteiger vom letzten Kurs dabei waren, gingen wir in gemächlichem Tempo, sodass alle die Tour in schöner Winterlandschaft genießen konnten. Auch dieses Mal übernahmen einige Männer im Wechsel das Vorspuren. Eine willkommene Erleichterung für die Nachfolgenden! Unterwegs sahen wir unser Tagesziel, das Gipfelkreuz des Raggenhorns. Die Vesperpause hielten wir im etwas geschützten Gelände, denn immer wieder kam böiger Wind auf. Danach stiegen wir aufs Raggenhorn und übten dabei das wechselnde Vorspuren in einer Gruppe. So konnten alle  in kurzen Abschnitten erleben, wie anstrengend es sein kann, im unberührten Tiefschnee voran zu gehen. Zu unserem Erstaunen war es am Gipfel absolut windstill, sodass wir eine längere Pause machten und den beeindruckenden Panoramablick auf die Allgäuer Berge genossen Wir waren auch schon über zwei Stunden unterwegs. Der Abstieg über die Wenger Egg Alpe verlief zügig auf einem Abschnitt des Glasmacherweges. Bei der verdienten Einkehr im Gasthof Kreuz im Dorf Kreuzthal gab es muntere Gespräche, Kaffee und Kuchen und auch warme Spiesen. Immer wieder erfreulich, wie schnell Neulinge und „alte“ Spurwechsler sich näherkommen, sich austauschen, erzählen und sich alle wohlfühlen in der Gruppe. Ein herzlicher Dank wieder an Christine, Uli und Sieglinde für die Mithilfe bei der Organisation und die tatkräftige Unterstützung vor Ort.

 

Leitung: Gertrud Renke   Fotos: Uli Mebus, Lothar Schätz

 

 

 

Ein energieautarkes Privathaus in Isny - Vortrag beim Spurwechsel Ochsenhausen am 27.1.2023

 

Andreas Schulz berichtete über die energetische Sanierung seines im Jahr 1967 in Isny erbauten Elternhauses. Der Umbau wurde 2021 fertiggestellt: Es entstand ein energieautarkes Zweifamilienhaus, in dem eine Wohnung vermietet wurde. Verschiedene Fachzeitschriften, und Fernsehsender brachten Berichte über dieses sanierte Haus im Allgäu (Eines der Ersten in Deutschland). Mehrere Professoren der entsprechenden Fachrichtung besichtigten dieses Objekt. Herr Schulz berichtete in Ochsenhausen über seine Pionierleistung und seine Intention, die energetische Transformation in Deutschland voranzutreiben. Die Zuhörer wurden bestens informiert über die Möglichkeiten, die auch bei uns in Deutschland für Privatleute mit Hilfe des grünen Stroms (z.B. aus einer PV-Anlage, einer Tiefbohrung mit Wärmepumpe u.ä.) gegeben sind. Ein Elektrolyseur im Keller spaltet Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff, der sowohl mit Hilfe einer Brennstoffzelle als auch mit Hilfe einer Batterie gespeicherte Energie nach Bedarf zur Verfügung stellen kann. Das heißt: Der Mieter und der Eigentümer benutzen den Strom, den sie von der Natur geliefert bekommen für den Betrieb einer Vielzahl von Haushaltsgeräten und Pumpen, für die Heizung und das Warmwasser, ja sogar für das E-Auto. Beim Vortrag wurde deutlich, dass es bis zur Energieautarkie mit grünem Wasserstoff kein einfacher Weg ist; vor allem, wenn ein schon bestehendes Haus privat saniert werden soll. Aber Andreas Schulz wollte keinen Abriss, da hierfür graue Energie verlorengehen würde und dies seinem unbedingten Willen widerspräche, nachhaltig zu agieren und auf grünen Wasserstoff zu setzen, statt auf fossile Energieträger. Die begeisterten Zuhörer haben Argumente und gute Anregungen bekommen auch tätig zu werden. Und die nachfolgenden Generationen werden Personen wie Andreas Schulz, die heute die Initiative ergreifen und handeln, dankbar sein.

 

Organisation, Text und Fotos: Marcelina Reichert

 

 

Bericht vom Schneeschuhschnuppertag am Donnerstag, 26.01.2023

 

Nach einem fast schneelosen Januar starteten wir bei grauem und nebligen Wetter und fanden am Eschacher Weiher reichlich Schnee. 9 Neulinge im Schneeschuhwandern und drei „Betreuer/innen“ (Gertrud, Christine, Uli) erwartete zunächst dichter Nebel. Da wir drei uns dort bestens auskennen - kein Problem. Nachdem alle Schneeschuhe mit Unterstützung und Anleitung festgeschnallt waren, ging es mit vorsichtigen Schritten los. Langsam und umsichtig gewöhnten sich die Neuen bald an das ungewohnte, etwas breitere Gehen mit  Schneeschuhen. Erschwerend war zunächst der leicht verharschte, verblasene Schnee. Das änderte sich bald und griffiger Neuschnee erleichterte das kräfteschonende, leicht gleitende Gehen. Tipps und Anregungen zum Gehen in unterschiedlichem Gelände wurden willig angenommen und sofort umgesetzt. So hatten alle bald Vertrauen in die ungewohnten Schneeschuhe gefasst und bewältigten leichte Steigungen oder Abstiege problemlos. Peter übernahm bald für mich das Vorspuren im tieferen Schnee. Danke! Da wir donnerstags unterwegs waren, konnten wir im Brotzeitstüble einkehren. Wir genossen die wohlige Wärme aus dem Kachelofen, die feinen Suppen und Kuchen und auch die gesellige Runde. Fast mussten wir zum Aufbruch drängen, da der Rückweg noch bevorstand. Letzte Hinweise zum Umgang mit den Schneeschuhen (Steighilfe, Stockeinsatz, Verhalten bei steileren Auf- und Abstiegen) begleiteten den Rückweg. Unterwegs war auch Zeit zum Fotografieren der unglaublichen Winterlandschaft. So kamen alle zufrieden und voller Stolz am Parkplatz an. Ein unvergesslicher Schneeschuhtag! Dank an Christine und Uli für die wertvolle Unterstützumg!

 

Organisation und Leitung: Gertrud Renke   Fotos: Uli Mebus

 

 

 

Winterwanderung im Fürstenwald

 

Zur ersten „Outdoor-Veranstaltung“ im neuen Jahr trafen sich am 18.01.2023 26 Spurwechslerinnen und Spurwechsler am Sportheim, um gemeinsam eine gemütliche Winterwanderung zu unternehmen. Zunächst führte der Weg zum Ziegelweiher und von dort hinunter zur Unteren Rottum. Nun ging es auf befestigtem Weg entlang der Unteren Rottum bis kurz vor Oberstetten, wo ein kurzer Halt mit Wissenswertem zur Geografie der Gegend eingelegt wurde. Anschließend bog die Gruppe in den Fürstenwald ab. Schon von weitem hörten die Teilnehmer ein Alphorn spielen: Hubert Wiest überraschte die Gruppe am Immentaler Weiher mit seinen Alphorn-Klängen! Eine tolle Idee von Hubert! Nach kurzem Zuhören wanderte die Gruppe zurück zum Ziegelweiher und weiter zu „Schäfers Café“, in dem sich die Gruppe bei bester Stimmung Kaffee und Kuchen schmecken ließ.

 

Organisation und Text: Christine und Uli Mebus                   Fotos: Uli Mebus