Berichte  2022 - 2021

 

 

Vortrag am 14.11.2022

Falsches Vererben – die häufigsten Fehler

Der Spurwechsel-Vortrag „Falsches Vererben – die häufigsten Fehler“ war ein Volltreffer. Gut hundert Zuhörer konnte Eberhard Lehmann, der Organisator des Vortragsabends, im Katholischen Gemeindehaus begrüßen. Mit Dr. Johannes Glaser, Fachanwalt für Erbrecht, gelang es einen ausgewiesenen Fachmann und rhetorisch versierten Referenten zu gewinnen. Eberhard Lehmann führte mit einigen Zahlen, Daten und Fakten in das vielschichtige deutsche Erbrecht ein. Nach seinen Ausführungen werden jährlich zwischen 300 und 400 Milliarden Euro vererbt. In nur 25 Prozent der Erbfälle gibt es nach Schätzungen ein gültiges Testament. Dreiviertel vertrauen demnach darauf, dass das Gesetz die Erbfolgen schon gut regeln wird. „Hier können beste Freunde sehr schnell zu erbitterten Feinden werden,“ so Eberhard Lehmann. Vererbt wird zu 75 Prozent Bargeld, Bankguthaben und Wertpapiere. Immerhin 40 Prozent erbten eine Immobilie. Möglichst wenig soll nach Meinung von Befragten der Staat erhalten – und das tut er auch. Die Erbschaftssteuer betrug 2019 gerade mal 3 Milliarden Euro – weniger als die Tabaksteuer und 0,87 Prozent des Steueraufkommens.

Dr. Glaser geht in seinem Vortrag detailliert auf 14 Fehlerquellen ein, die in Erbauseinandersetzungen aus seiner anwaltlichen Sicht immer wieder auch zu gerichtlichen Streitigkeiten führen. Durch gute und rechtzeitige Information, Aufklärung und Beratung, so der Referent, könnte den Erben einiges an Ungemach erspart bleiben. Er beschreibt anhand anschaulicher Beispiele, dass die Meinung „Ich brauch doch kein Testament“ zu schwerwiegenden und ungewollten Folgen führen kann. Formverstöße und zu spät abgefasste Testamente passieren erstaunlich häufig. Testamente müssen vollständig handschriftlich abgefasst oder vom Notar beurkundet werden. Eindringlich warnt der Referent vor Erbengemeinschaften ohne „klare Spielregeln“. Die Unterscheidung zwischen dem Erben, also dem Rechtsnachfolger, und dem Vermächtnis, was einen vertraglichen Anspruch bedeutet, führt zu einigen Nachfragen aus dem Publikum. Gerade in Patchworkfamilien sieht der Referent die Gefahr, dass mangels durchdachter Gestaltung das Vermögen „ungeordnet“ übergeht. Hier können Vermächtnisse zugunsten der eigenen Kinder oder Regelungen zu Vor- und Nacherbschaft wichtig sein. Abschließend appelliert Dr. Glaser eindringlich an die Zuhörer: „Legen Sie Vorsorgemappen mit Vollmachten und Verfügungen an!“

Organisation und Text: Eberhard Lehmann, Foto: Susanne Lehmann

 

 

Matthias Erzberger – der uns als Reichstagsabgeordneter des Wahlkreises Biberach-Leutkirch-Waldsee-Wangen und als aufrechter Demokrat in Erinnerung bleiben soll

 

Für den Spurwechsel Ochsenhausen referierte am 25.10.2022 in einem hochinteressanten Vortrag Markus Geiger über Matthias Erzberger. Markus Geiger, ein Pädagoge Biberachs und des Seminars Weingarten konnte den Zuhörern als Historiker die Zeit vor und nach dem 1.Weltkrieg lebendig schildern. Er beschrieb anschaulich das, was Erzberger prägte: Die armen Verhältnisse der Kindheit, die starke Verwurzlung im katholischen Glauben, die Fremdheit als Schwabe im preußischen Berlin und die enorme Zivilcourage Erzbergers. Auch die Fehleinschätzungen, die Erzberger zu Beginn des 1. Weltkriegs unterliefen und sein späterer Wandel mit der Korrektur seiner Einstellung. Dieses Eingeständnis, diese Korrektur, zeigte eine menschliche Größe, die man heute auch gerne erleben möchte. Erzberger hat mutig Hass, Spott und Hohn in unvorstellbarem Ausmaß aushalten müssen und trotzdem als Finanzminister die desolaten Kriegsfinanzen geregelt (Steuerreform, die noch heute Grundlage unserer Steuergesetze ist), als fast alleiniger Vertreter des Deutschen Reichs den diktierten Friedensvertrag in Compiègne unterzeichnete (Dolchstoßlegende). In Biberach er hat mehrmals bedeutende Reden gehalten (Krone, Grüner Baum). Nach seiner Ermordung hat eine 30 000köpfige Trauergemeinde im kleinen Biberach von Matthias Erzberger Abschied genommen und ihm auf dem katholischen Friedhof seine letzte Ruhestätte gegeben.

 

Organisation, Text und Bilder: Marcelina Reichert

 
 
Rückblick zur Wanderung in Eisenharz
 
Am 21.09.2022 starteten 23 begeistere Spurwechsel Wanderer am Sportheim Ochsenhausen zu Fahrt nach Eisenharz. Bei sonnigem Herbstwetter führte der Wanderweg durch die schöne, ruhige Eisenharzer Moorlandschaft im Alpenvorland. Auf dem Weg luden 26 Schautafeln mit den Botschaften des bekannten Autors Saint-Exupery zur Inspiration ein. Ein kurzer Abstecher zum Isnyberg ermöglichte einen herrlichen Blick auf das Alpenpanorama.
Der Rundweg mit ca. 8 km führte wieder zurück zum Dorfplatz in Eisenharz von dort aus fuhr die Gruppe nach Leutkirch in die Kulturbrauerei am Bahnhof. Bei einer gemütlichen Einkehr konnten die Eindrücke ausgetauscht werden.
 
Organisation, Text und Bilder: Gerda Anderer

 

 

Radtour im Allgäu 

 

Am Mittwoch, 17.08.2022 traf sich bei idealem Radlwetter eine größere Gruppe von Spurwechslerinnen und Spurwechslern, um per Rad das Allgäu näher kennen zu lernen.

Nachdem die Fahrräder auf dem Parkplatz in Leutkirch, flächenmäßig die fünftgrößte Gemeinde Baden-Württembergs, abgeladen waren, gab es zunächst einige Hinweise für die Radtour. Dann fuhr die Gruppe auf einem schönen Radweg zum Hochwasserrückhaltebecken Urlau, das Urlau und Leutkirch vor Hochwasser schützt. Weiter ging es auf Radwegen und kleineren Straßen nach Isny. Hier gab es einige Erklärungen zum Schloss Isny, das der Kulturmittelpunkt der Stadt ist. Die dortige Kunsthalle wurde vom Isnyer Künstler Friedrich Hechelmann ausgestaltet und beinhaltet sein künstlerisches Werk (Wikipedia). Nach dem gemeinsamen Gang durch die Fußgängerzone wurde die Radtour über Neutrauchburg nach Argenbühl-Eisenharz fortgesetzt, das pünktlich zur Mittagszeit erreicht wurde. Auf dem Dorfplatz wurde gemütlich gevespert. Vor der Weiterfahrt gab es einige Ausführungen zur Geschichte Argenbühls. Danach führte die Tour auf guten Wegen über Eglofs nach Wangen, wobei die Gruppe schöne Aussichten auf die Voralpen- und Allgäulandschaft genießen konnte. In Wangen (kurzer Stopp am „Kopfwäsche-Brunnen“) wurde eine längere Kaffeepause eingelegt. Nachdem die Tour bisher meist bergab geführt hatte, begann nun auf einem Radweg der Anstieg in Richtung Leutkirch, der aber von der Gruppe trotz der hohen Temperaturen bravourös gemeistert wurde. In Tautenhofen wurde per Rad der steile Weg zur Autobahnkapelle Winterberg bewältigt. Die Gruppe genoss die herrliche Aussicht über Leutkirch und das Allgäu und besichtigte die im Jahre 2000 errichtete Kapelle, in der die Symbolik des Innenraums erklärt wurde. Anschließend waren es nur noch ein paar Kilometer zurück zum Parkplatz in Leutkirch, der von allen wohlbehalten, ohne Panne und in guter Stimmung erreicht wurde.

 

Organisation und Text: Christine und Uli Mebus

Fotos: Uli Mebus, Kurt Bitterle, Beate Hörnle

 

 

 

Bericht über die Sonnenkopftour am vergangenen Mittwoch, 3.8.2022

 

10 wackere Bergwanderer machten sich am vergangenen Mittwoch, bei herrlichem Wetter und hohen Temperaturen auf, um endlich mal wieder den Sonnenkopf zu besteigen.

Die Fahrt verlief bestens, bis es der Führerin einfiel, dass sie ihren Bergwanderern eigentlich noch das Allgäu von einer anderen Seite zeigen könnte. Kurzum entschloss sie sich, auf Abwegen zu den Hinterhöfen und herrlichen Bauerhäusern, die zur Begrüßung wunderschön mit Blumen geschmückt waren, einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen. Die Begeisterung der Wanderer war grenzenlos!

Endlich an der neuen Mautstelle angekommen, herrschte helle Aufregung, weil man sich ja mit dem neuen Apparat noch nicht auskannte und der Betrag für die Fahrt sich auf 7,-- € verdoppelt hatte. Andere Bergsteigerinnen äschoffierten sich, weil wir uns etwas ungünstig in die Reihe (1 Auto) der Wartenden eingereiht hatten. Als das überwunden war, fuhr man das kleine, kurvige Pass-Sträßchen hinauf zum Altstätter Hof. Aller Stress war bei dem wunderschönen Ausblick über das Illertal, über  das Retterschwanger Tal und dem großen Daumen mit Hindelanger Klettersteig vergessen. Auch die Hörnerkette mit den Hörnerdörfern und die Ochsenhausener Skihütte lagen da, wie auf einem Tablett serviert. Dahinter die Nagelfluhkette angefangen mit dem Hochgrat mit 7 Gipfeln bis zum Mittag bei Immenstadt. Es herrschte eine grenzenlose, klare Sicht.

 

Der erste Anstieg, voll in der Sonne, trieb manchem den Schweiß ins Gesicht. Aber bald kam Schatten und man wanderte flach über das Hühnermoos (eine kleine Moorwiese) erholte sich einigermaßen, bevor man den Hauptanstieg teils über Stufen, fast senkrecht hinauf zum Sonnenkopf-Kamm bewältigte. Dort erwartete uns eine Herde prächtiger Allgäuer Kühe mit Hörnern, die eifrig damit beschäftigt waren, mit ihren Ohren die vielen lästigen Mücken zu vertreiben.

Bald schon kam der Gipfelanstieg zum besonderen Sonnenkopf-Gipfelkreuz, das mit hölzernen Sonnenstrahlen geschmückt ist. Das Gipfelglück war überwältigend! Wir suchten uns etwas abseits einen Vesperplatz und genossen die mitgebrachten Köstlichkeiten. Zum Nachtisch machten wir uns über die Heidelbeeren her, die in rauhen Mengen vorhanden waren.

Gestärkt wagten wir uns auf den Abstieg, und manches Knie schlotterte so vor sich hin.

Bei der Einkehr im Altstätter Hof waren die Strapazen vergessen und wir ließen es uns bei Buttermilch, Heidelbeerkuchen, saurem Käs und Radler gut gehen. Dort bewunderten wir auch die riesigen Kuhglocken, jede anders und besonders gestaltet, die schon zum Almabtrieb hergerichtet waren.

Die Heimfahrt war problemlos und wir freuten uns alle über den schönen, ereignisreichen Tag.

 

Organisation und Text: Sieglinde Baumgardt, Bilder: Sonja Durach

 

 

 

Wanderung durch den Eistobel am 13.7.2022

 

Eine nette Gruppe Spurwechsler wanderte am vergangenen, heißen Mittwoch unter der 54 m hohen  Argentobelbrücke hindurch, und im weiteren Weg durch den Eistobel bei Isny-Maierhöfen und genoss die Kühle am Wasser.

Rauschende Wasserfälle und tiefe Strudellöcher, riesige Gesteinsblöcke und gewaltige Felswände beeindruckten die Wanderer auf dem etwa 3,5 km langen Weg. Eingerahmt von bis zu 130 m hohen Felswänden stürzt das Wasser der oberen Argen über mehrere Geländestufen talwärts. Hubert Wiest erfreute uns bei der Vesperpause mit seinen Albhornweisen, die auch im Tobel herrlich erklangen und mancher kühlte seine heißgelaufenen Füße im kühlen Wasser der Argen.

Am Ende des Tobels, nach einem wiederum steilen Aufstieg, erfreute uns im Schatten, ein kleiner Senioren-Kinder-Spielplatz mit einer Riesen-Holzschlange und anderen Attraktionen. Ein letzter Schluck aus der Pulle bereitete uns auf den heißen Rückweg zum Parkplatz hin. Wohlbehalten und verschwitzt kamen wir an und begaben uns sogleich in unser Terrassen-Kaffee im Schatten eines Landgasthofs und verwöhnten uns mit Eis, Kaffee und Kuchen.

Danke für diesen schönen erlebnisreichen Tag in netter Gesellschaft.

 

Organisation und Text: Sieglinde Baumgardt,  Fotos: Edgar Schneider

 

 

 

 

06.07.2022: Wanderung am Alpsee

 

Nachdem die für 22.06.2022 geplante Wanderung am Alpsee wegen schlechten Wetters abgesagt werden musste, fuhren 11 Spurwechsler am 06.07.2022 zum Alpsee, um die Wanderung bei schönem Wetter nachzuholen.

Die Wanderung begann mit einem kurzen steilen Anstieg in Richtung Zaumberg, der von Erläuterungen zum Alpsee unterbrochen wurde. Nach kurzer Zeit erreichte die Gruppe den Ort Zaumberg. Hier erfuhren die Teilnehmer, dass Zaumberg bereits im Jahr 1090 zu den Gütern des Klosters Weingarten gehörte und dass hier im 15. Jahrhundert noch unter der Weingartener Herrschaft eine erste Kapelle errichtet wurde; die heutige Kapelle ist dem Hl. Leonhard geweiht.

Weiter gings nun stetig leicht bergan, meist durch einen Wald, in Richtung Siedelalpe. Dort bog die Gruppe zum „Köpfle“ ab, mit 1024 m der höchste Punkt der Wanderung. Hier wurde eine längere Mittagspause eingelegt und die herrliche Aussicht über den Alpsee und die angrenzende Landschaft genossen. Anschließend wanderten die Spurwechsler immer bergab, zunächst entlang eines Panoramawegs und dann durch eine Kuhweide hindurch zur Alpe Schönesreuth, in der die Gruppe bei Kaffee und Kuchen, verbunden mit einer wunderschönen Aussicht, unter einer schattigen Eiche ebenfalls eine längere Pause einlegte.

Danach ging die Gruppe die restlichen Höhenmeter hinab zum Alpsee und wanderte am See entlang zum Parkplatz zurück. Eine schöne und von fröhlicher Stimmung geprägte Wanderung war zu Ende.

 

Organisation und Text: Christine und Uli Mebus         Fotos: Uli Mebus

 

 

Spurwechsler von Polizei-Hochschule-Besuch begeistert!

 

Nach einer Corona-Verlegung empfing am 23. Juni 2022 Herr Polizeidirektor Mebold die pünktlich angereisten Mitglieder der Spurwechsel-Gruppe zu einer persönlich begleiteten Führung im Areal der Polizei-Hochschule in Biberach!

 

Nach der hochinteressanten Fachinformation im Lehrsaal, die sich von den Anfängen im Lager Lindele bis zur heutigen Aufgabenstellung, für die jungen (und alten) Polizeikräfte im Hinblick auf den menschlichen und sächlichen, schwierig werdenden Umgang, bezog, war die informationshungrige Spurwechsel-Gruppe zu einem Rundgang mit praktischem Handeln geladen. Eine Fülle von Informationen (Besuch im Nahkampf-Trainig) löste bei den Teilnehmern manche ernsten Gedanken und zudem auch Hunger im Magen aus, weshalb allesamt zum „sehr guten Essen“ in der Mensa versammelt waren.

 

Nach dem gemeinsamen Gruppenfoto vor dem Lindele-Turm waren alle voll des Lobes bei der Verabschiedung von Herrn PD Guido Mebold und dem Dank an seine auffallend freundlichen Kolleginnen und Kollegen – ob Lehrer oder Schüler !

 

Organisation und Text: Martha und Fritz Weiß, Foto: Polizei-Hochschule

23. Juni 2022 Herr Polizeidirektor Mebold die pünktlich angereisten Mitglieder der Spurwechsel-Gruppe zu einer persönlich begleiteten Führung im Areal der Polizei-Hochschule in Biberach!

 

Nach der hochinteressanten Fachinformation im Lehrsaal, die sich von den Anfängen im Lager Lindele bis zur heutigen Aufgabenstellung, für die jungen (und alten) Polizeikräfte im Hinblick auf den menschlichen und sächlichen, schwierig werdenden Umgang, bezog, war die informationshungrige Spurwechsel-Gruppe zu einem Rundgang mit praktischem Handeln geladen. Eine Fülle von Informationen (Besuch im Nahkampf-Trainig) löste bei den Teilnehmern manche ernsten Gedanken und zudem auch Hunger im Magen aus, weshalb allesamt zum „sehr guten Essen“ in der Mensa versammelt waren.

 

Nach dem gemeinsamen Gruppenfoto vor dem Lindele-Turm waren alle voll des Lobes bei der Verabschiedung von Herrn PD Guido Mebold und dem Dank an seine auffallend freundlichen Kolleginnen und Kollegen – ob Lehrer oder Schüler !

 

Organisation und Text: Martha und Fritz Weiß, Foto: Polizei-Hochschule

 

 

Panoramawanderung auf den Blender

 

Die Wettervorhersage war gut für Mittwoch, 08.06.2022. Da bei der Ankunft bereits die Sonne schien, machten sich 31 wanderbegeisterte „Spurwechsler“ gut gelaunt auf den Weg. Schon der Parkplatz liegt auf einer aussichtsreichen Anhöhe bei Wiggensbach. In gemächlichem Tempo ging es zunächst sanft ansteigend in Richtung Blender. Die Aussicht auf die Bergkette öffnete sich immer mehr, obwohl die weiter entfernten Gipfel immer wieder in Wolken verhüllt waren. Eine am Weg liegende Kapelle zog unsere Aufmerksamkeit auf sich. Vom Türmchen der Kapelle führte ein dünnes Drahtseil hinüber zu einem Hof bis zum Schlafzimmerfenster. Von dort aus wird zum Angelusgebet geläutet (s.Foto). Auf unserer weiteren Wanderstrecke hörten wir um 12 Uhr das Mittagsläuten. Auf dem Rauenstein -einem Naturschutzgebiet- gingen wir im Gänsemarsch durch blühende Wiesen. Am Blender angekommen hielten wir gemütlich Mittagsrast im „Schatten“ eines mächtigen Sendeturms. Es war recht warm geworden und manche legten sich voll Übermut in die Blumenwiese. Auf dem Rückweg waren die Berggipfel deutlicher zu sehen und wir konnten diese von der Zugspitze bis zum Hochgrat  bestaunen. Eifrig plaudernd wanderten wir weiter in Richtung Parkplatz. Im hübschen Glasmacherdorf Schmidsfelden kehrten wir im Burgcafe ein. Die Schattenplätze unter den Bäumen waren begehrt. Die Kunsthandwerker und der Glasbläser hatten ihre Werkstätten und Läden geöffnet und luden zu einem Besuch ein. So ging ein angenehmer Wandertag zu Ende. Die Fotos haben die frohe Stimmung gut eingefangen. Dank an die Fotografen! Vielen Dank auch an Christine und Uli Mebus für die Unterstützung bei der Organisation.

  

Organisation und Text: Gertrud Renke     Fotos: Uli Mebus, Otto Schlachter und Edgar Schneider

 

 

Wanderung zur Bergkapelle in Erolzheim

Am 25.5.2022 wanderte eine Gruppe von 15 Teilnehmer/innen vom Kloster Bonlanden zur Bergkapelle auf dem Frohberg (630 m). Am Ortsrand von Erolzheim beginnt der etwas steile Aufstieg zur Kapelle. Auf halber Höhe erreichten wir den angelegten Martiniweg mit vielen Info-Tafeln, welcher mit einem Gottesdienst in 2011 in der Bergkapelle von Bischof Gebhard Fürst eingeweiht wurde.

Der Martiniweg (auch Martinusweg genannt) führt vom Geburtsort des Heiligen Martin (geb. 316, gest. 397) im ungarischen Szombathely zu seiner Grablege im französischen Tours. Mit etwa 1200 Streckenkilometern gehört der Martiniweg zu den längsten zusammenhängenden Pilger- und Wanderwegen in Deutschland.

Oben auf dem Rastplatz vom Frohberg angekommen, konnten wir den herrlichen Ausblick ins Illertal und des Alpenvorlandes genießen. Nach einem weiteren kleinen Anstieg erreichten wir unser Wanderziel bei schönstem Wetter.

Die geostete Bergkapelle, auch Frohbergkapelle genannt, ist eine Wallfahrtskapelle und wurde ursprünglich 1670 errichtet. Später im Jahr 1843 wurde in südlicher Richtung die Grabkapelle der Familie von Bernhard an die ehemalige Kapelle mit Eremitage angebaut. Bei der Renovierung im Jahr 2009 wurde die Ermitage zur Pilgerherberge umgebaut (Kosten ca. 300.000 €). Ein knapp ein Kilometer langer Kreuzweg mit 14 Stationen verbindet die Kapelle mit der Pfarrkirche St. Martinus in Erolzheim.

Nach einer kleinen Pause ging‘s dann wieder - über einen kleinen Abstecher zum Kräutergarten vom Kloster Bonlanden – zurück zum Parkplatz. Zum Abschluss der schönen Wanderung kehrten wir noch im Cafe Schäfer in Ochsenhausen ein.

Organisation und Text (teilweise aus Wikipedia): Edgar Schneider                                                           Bilder: Uli Mebus und Edgar Schneider

 

 

Jako begeisterte die Spurwechsler beim Betriebs-Rundgang!

 

Herr Jäger, Chef und Mitgesellschafter der Jako- Baudenkmalpflege mit Sitz in Emishalden empfing am 17. Mai 2022 die interessierten Teilnehmer von Spurwechsel – junges Senioren Ochsenhausen zu einem hochinteressanten Betriebsrundgang!

In aufgelockerter Weise, mit exzellentem Wissen und Geschick, erklärte Herr Bernd Jäger Wichtiges und Wissenswertes mit Einzelheiten zu den „Werken seiner täglichen Arbeit und den vielfältigen Aufgaben von Jako“  der staunenden Gruppe !

     

Die erklärenden Filme und die Bewirtung durch die Familien Jäger und Mitarbeiter von Jako machten den zweistündigen Aufenthalt in Emishalden zu einem echten Erlebnis, was alle Teilnehmer mit Begeisterung erfuhren und mit Lob und Dank zu widmen wussten.

 

Organisation, Text und Bilder: Martha und Fritz Weiß

 
   

 

 

Kleiner Bericht zur 5-Weiher-Wanderung

 

Am 11. Mai starteten wir die erste Spurwechselwanderung im heimischen Fürstenwald.

21 wackere Wanderer/innen machten sich bei herrlichem Wetter, aber noch fast ungewohnter Hitze, auf den Rundweg um die 5 Weiher.

Treffpunkt am Ziegelweiher, der in früheren Zeiten dazu diente, die Erde für Ziegel zu liefern und im Winter das Eis für die Brauerei unterhalb des Klosters. Das Eis hielt sich im Keller bis in die Sommer-Monate und wurde von den Wirtschaften gebraucht zur Kühlung der Getränke und zur Speiseeis-Herstellung.

Der Weg ging weiter bis zu den drei Kohlweihern (Standweiher – unterer Kohlweiher – oberer Kohlweiher). Die Kohlweiher wurden zu Klosterszeiten angelegt und gehörten zu den Wäldern die im Klosterbesitz waren.

Am Aboretum vorbei gings zum St. Annahof und dem dortigen „Annahof-Weiher“ welcher in den Jahren 1963/1965 bei der Flurbereinigung angelegt wurde und gehört zu Steinhausen.

Links am Annahof-Weiher geht ein herrlicher Fußweg, der im Wald dann leicht ansteigt, an gelb blühenden Wiesen vorbei bis zur Gemarkung Steinhausen. Aus dem Wald kommend bietet sich ein

herrlicher Blick über ganz Steinhausen mit der schönen Walfahrtskirche Maria Himmelfahrt.

Rechts am Wald entlang und nach 100 m geht ein Feldweg durch das schöne Tal Richtung St. Annahof und wir sehen erst im letzten Moment diesen kleinen, schönen, wilden Weiher auf der rechten Seite. Wir hätten fast ein Bad genommen, wenn uns der grüne Schaumbelag auf der Oberfläche nicht gestört hätte.

Über die Wiese gings auf den Weg, der zum St. Annahof führt, am Werdich-Haus vorbei. Hier waren zu unserer Überraschung die Hirsche mit ihren Hirschkühen im Schatten versammelt und wir konnten sie aus der Nähe bestaunen. Die Herren hatten vor ein paar Tagen ihre Geweihe abgeworfen und man sah schon das neue Geweih sprießen.

Danach marschierten wir über den St. Annahof zu Hollands Hütte, an der Abt. Weltin-Eiche vorbei und zum Immental-Weiher, der auch bei der Flurbereinigung angelegt wurde und auch noch zum Fürstenwald gehört.

Jetzt war es nicht mehr weit zurück zum Ziegelweiher, wo uns Herr Reinhold mit leckeren Kuchen und Kaffee auf der Terasse verwöhnte. Wir waren gute drei Stunden unterwegs, hatten es wahrlich verdient verwöhnt zu werden und genossen es in vollen Zügen. Ein schöner, harmonischer Nachmittag ging mit zufriedenen Gesichtern und Gemütern zu Ende.

 

Organisation und Text: Sieglinde Baumgardt, Bilder: Edgar Schneider

 

 

 

Radtour von Bad Waldsee nach Wolfegg am 04.05.2022

 

Mit einer Rundtour von Bad Waldsee nach Wolfegg wurde die diesjährige Radsaison eröffnet. Obwohl die Wetteraussichten etwas zweifelhaft waren, trafen sich 26 „Optimistinnen und Optimisten“ auf dem Parkplatz des Hymer-Museums (vielen Dank an die Firma Hymer!), um die Tour entlang des herrlich gelegenen Golfplatzes und vorbei an der 1889 von der Fürstin Sophie zu Waldburg-Wolfegg auf der Weltausstellung in Paris erworbenen Kapelle (Fürstin-Sophie-Kapelle) zu beginnen. Nachdem Bad Waldsee nur kurz tangiert worden war, radelte die Gruppe durch eine wunderschöne Allgäu-Landschaft über Arisheim und Ankenreute zur Kapelle St. Mauritius in Volkertshaus, die auf einem Moränenhügel liegt und schon von weitem sichtbar ist. Da der Besuch der Kapelle angekündigt war, war die Kapelle mit ihren mittelalterlichen Fresken offen und konnte von der Gruppe besichtigt werden, auch wurde das Ochsenhauser Friedensgebet gesprochen. Die Aussicht vom Kapellenhügel auf die umliegende Landschaft war beeindruckend! Danach fuhr die Gruppe weiter über Abetsweiler und Alttann nach Wolfegg, wo die Kaffee-Einkehr bei noch gutem Wetter im Garten des Cafés stattfinden konnte. Anschließend führte die Strecke bergab in Richtung Höll und Neutann (mit dem Alten- und Pflegeheim der Stiftung Liebenau) und anschließend gings steil bergauf nach Bergatreute. Der Blick am Ende des Aufstiegs reichte bis zum Kloster Reute und zum Bussen! Die Fahrt führte weiter über Bergatreute nach Gwigg. Da es nun zu regnen begann, wurde ein Unterstand gesucht und Gotteseidank auch schnell gefunden. Als der Regen etwas schwächer wurde, radelte die Gruppe eine Abkürzung nach Bad Waldsee zurück. Der Parkplatz wurde bei wieder gutem Wetter erreicht. Der zwischenzeitliche Regen tat der guten Stimmung der Teilnehmer keinen Abbruch!

 

Organisation und Text: Christine und Uli Mebus,  Fotos: Uli Mebus und Beate Hörnle

 

 

Bericht über den Besuch und die Führung in der Gedenkstätte Grafeneck am Dienstag, 26. April 2022

 

Bei regenverhangenem Himmel startete eine größere Gruppe von „Spurwechslern“ zur Gedenkstätte Grafeneck.

Schon auf der Fahrt dorthin drehte sich das Gespräch immer wieder um die grausamen Taten in der Nazi-Zeit, aber gleichzeitig kam auch die Sorge um die Unmenschlichkeit im Krieg in der Ukraine zur Sprache.

Die Zufahrt zur Gedenkstätte Grafeneck führt durch eine Baumallee, rechts und links davon liegen moderne Holzgebäude. Diese gehören der Evangelischen Samariterstiftung. Von 1928 bis 1939 unterhielt sie in Grafeneck eine Einrichtung für körperlich und geistig behinderte Menschen.

1939 wurde die Stiftung von den Nazis beschlagnahmt, die Insassen wurden ins Kloster Reute verlegt.

Die Nazis haben im Laufe des Jahres 1940 in einer umgebauten Scheune 10 654 behinderte oder depressive Menschen, Frauen, Männer und Kinder vergast und anschließend verbrannt. Aus betreuten Einrichtungen aus Baden-Württemberg, Bayern und Hessen wurden die Opfer in Bussen nach Grafeneck gebracht und dort noch am selben Tag getötet. Die Angehörigen erhielten einige Wochen später eine Todesnachricht mit einer erfundenen Todesursache.   

Im Schloss Grafeneck selbst lebten die „Täter“- ein Arzt, Krankenschwestern, Sekretärinnen, Busfahrer, Techniker.

1946 wurde das Schloss Grafeneck und die dazugehörigen Gebäude an die Evangelische Samariter Stiftung zurückgegeben, die nun dort wieder behinderte Menschen betreut.

Unsere Führerin, Frau Katrin Bauer, berichtete lebhaft und einfühlsam aus dieser Zeit und zeigte Dokumente, Fragebogen, Schriftstücke und erzählte von Einzelschicksalen.

Beim anschließenden Rundgang mit Frau Bauer verweilte unsere Gruppe an der Stelle, wo das Gebäude mit der Vergasungsanlage stand.

Etwas außerhalb liegt der Ort des Mahnens und Gedenkens. Hier befindet sich der Friedhof für die Bewohner der Stiftung. In zwei großen Grabstellen werden 270 Urnen mit der Asche von ermordeten Menschen aus der Nazi-Zeit aufbewahrt. Von diesem ruhigen Platz aus hat man einen wunderbaren Blick in die Landschaft der Schwäbischen Alb. In der offenen Kapelle findet jedes Jahr im Oktober ein Gedenkgottesdienst für die Getöteten statt. Daneben befindet sich in einer metallenen Schublade das Gedenk -und Namenbuch, alle Ermordeten sind aufgeschrieben.

Im Informationszentrum konnte man an Hand von Schautafeln noch einmal der Geschichte des Schlosses Grafeneck und der Schreckenszeit des Naziregimes nachgehen.

Nachdenklich hat unsere Gruppe diesen Ort des Gedenkens verlassen.

 

Organisation und Text: Beate und Max Herold, Bilder: Uli Mebus  

 

 

 

Spurwechsel unterwegs im Sonnensystem

 

Eine Gruppe von interessierten Himmelsbeobachtern machte sich am Mittwoch, 30. März 2022 auf ins Planetarium Laupheim. Bereits der Vorführraum mit seiner hohen Kuppel und seinen bequemen Sesseln beeindruckte die Teilnehmer.

Die erste Show am „Himmelszelt“ zeigte Sterne und Sternbilder in Oberschwaben, wie sie jetzt im Frühjahr am nächtlichen Himmel beobachtet werden können. Leider aber gibt es in unserer Landschaft auch in der Nacht viel zu viel künstliches Licht, so dass mit bloßem Auge wenig zu erkennen ist.

Danach erlebten die Teilnehmer eine außergewöhnliche Expedition in unser Sonnensystem. Als Reiseführer bietet sich ein Komet aus der Oortschen Wolke an, der von weit draußen auf dem Weg zur Sonne ist. Die virtuelle Reise führt zu feurigen Himmelskörpern, auf deren Oberfläche Blei schmelzen würde, zu Eisplaneten und Gasplaneten mit Gas-und Gesteinsringen. Wir alle kennen ihre Namen: Mars, Saturn, Venus und Saturn.

Die Teilnehmer waren beeindruckt von der Unendlichkeit unseres Sonnensystems und vom Wissen über seine Entstehung. Besonders angetan waren die Besucher von der technischen und grafischen Gestaltung der Multi-Media-Show.

Draußen im Tageslicht waren die Teilnehmer überrascht, dass der Regen aufgehört hat und so setzten einige ihre Weltraumreise in der frischen Luft auf dem Planetenweg fort.

In unterschiedlichen Abständen sind Schautafeln mit Daten und Hinweisen zu den einzelnen Himmelskörpern aufgestellt. Ein Meter auf dem Planetenweg entspricht einer Million Kilometer im Weltall, die Wanderer waren also mit dreifacher Lichtgeschwindigkeit unterwegs.

Leider setzte nach einiger Zeit wieder der Regen ein und der Wind pfiff ungemütlich übers freie Feld. So kehrten die Teilnehmer wieder an den Ausgangspunkt zurück.

Es war ein hochinteressanter Nachmittag mit vielen neuen Erfahrungen.

 

Organisation und Text: Beate und Max Herold,  Bilder: Uli Mebus und Planetarium Laupheim  

 

 

 

Das Leben von Christoph Martin Wieland – sein Werk und Wirken

 

Am 22.03.2022 fand eine Vortragsveranstaltung des Spurwechsels Ochsenhausen statt. Die Präsidentin der Wieland Gesellschaft e.V. Barbara Leuchten hat vor den sehr interessierten Zuhörern detailreich und spannend von Wieland berichtet. Sie referierte über sein Privatleben/Familie/Ehe, seine Zeit in Biberach, seine berufliche Karriere, seine enorme Bedeutung für Goethe, Schiller, Kerner u.a. als er in Weimar lebte und über Vieles mehr. Ein interessanter Gedankenaustausch beendete diesen Vortragsabend.

 

Organisation, Text und Bild: Macelina Reichert

 

 

Schneeschuhwanderung in Sulzberg/A

 

Am Mi 09.02.22 trafen sich trotz vorverlegtem Abfahrtstermin 16 schneeschuh-begeisterte TN am Sportheim. Bereits um 9 Uhr schien die Sonne! Die Fahrt nach Sulzberg verlief ohne Probleme. Schon beim Aussteigen sahen wir die mächtige Bergkette der Nagelfluh und die Berge des Bregenzer Waldes vor strahlend blauem Himmel. Am Startpunkt angekommen halfen die erfahrenen Schneeschuhgeher den weniger Geübten beim Anlegen der Schneeschuhe und bald machten wir uns in der verschneiten Landschaft auf den Weg. Manchmal konnten wir vorhandene Spuren nutzen und sonst gingen versierte Spurwechsler voran! Bald mussten wir Jacken, Pullover, … ablegen, da die Sonne uns angenehm wärmte. Die Tour verlief auch durch ein Naturschutzgebiet, das Wildrosenmoos, das wir im Gänsemarsch durchquerten, um die Landschaft zu schonen. Zur Mittagszeit erreichten wir das ehemalige Grenzerhäuschen zwischen Oberreute und Sulzberg. Nach einer ausgiebigen Vesperpause in froher Runde machten wir uns auf den Rückweg. Dieser verlief nach Westen über offenes Gelände, sodass wir der Sonne entgegen wanderten und immer die verschneiten Berggipfel vor uns sahen. Die Freude über dieses Geschenk der Natur spiegelte sich in den strahlenden Gesichtern der TN. Ein herrlicher Wintertag, den wir in heiterer Stimmung zusammen genießen durften!

Zum Gelingen dieses Tages haben Sieglinde, Christine und Uli wesentlich beigetragen durch Ihre Unterstützung in der Organisation und Durchführung. Euch herzlichen Dank!

 

Organisation und Text: Gertrud Renke     Fotos: Uli Mebus

 

 

Bericht vom Schneeschuhschnuppertag am Mittwoch, 26.01.2022

 

Bei frostigen Temperaturen machte sich eine Gruppe mit 14 TN auf den Weg ins Allgäu zum Schneeschuhlaufen am Eschacher Weiher. Die Sonne empfing uns bereits am Parkplatz. Da alle TN Anfänger waren, dauerte das Anlegen der Schuhschuhe geraume Zeit. Nach einer kurzen Einweisung machten sich alle mit ersten vorsichtigen Schritten auf den Weg. Unterwegs gab es immer wieder Hinweise und Tipps für sicheres und kräfteschonendes Gehen mit Schneeschuhen. Es ist faszinierend zu sehen, wie schnell alle mit mehr Sicherheit und Geschick in unterschiedlichen Schneequalitäten unterwegs sind und damit zurecht-kommen. Das herrliche Winterwetter mit strahlender Sonne begleitete uns den ganzen Tag. So konnten wir in aller Ruhe unsere Vesperpause, gemütlich auf Baumstämmen sitzend mit Blick auf die Allgäuer Berge, genießen. Den Rückweg legten wir schon zügiger zurück, indem zwei Männer die Spur vorlegten. Alle TN freuten sich über den gelungenen Start ins Schneeschuhlaufen und über die frohe Runde, die sich da getroffen hat. Zum Gelingen haben Christine und Uli tatkräftig mit beigetragen. Danke euch!

 

Organisation und Text: Gertrud Renke   Fotos: Uli Mebus

 

 

Winterwanderung am Mittwoch, 19. Januar 2022

 

Schöner hätte der Tag nicht sein können für die erste Wanderung im Jahr 2022. Bei blauem Himmel und Sonnenschein machte sich eine bunt gemischte Seniorengruppe auf den Weg rund um Ochsenhausen. Weil die Verantwortlichen von Spurwechsel wegen der Corona-Pandemie sehr vorsichtig sind und die Teilnehmerzahl begrenzt haben, konnten leider nicht alle Interessierten an der Wanderung teilnehmen.

Für die Gruppe ging es zuerst einmal aufwärts durch das Neubaugebiet Burghalde und weiter in die „Säue“.  Die Wandergruppe bog dann rechts in einen Feldweg ein. Über dem freien Gelände blies der Wind kräftigt. Auf der Ebene hatte man einen guten Überblick wie zukünftig die Ortsumfahrung von Ochsenhausen verlaufen wird. Bis es soweit ist, vergeht aber sicher noch einige Zeit. Der weitere Weg führte durch Waldabschnitte und freies Feld in stetigem auf und ab. Immer wieder gab es Ausblicke auf Wasenburg, Reinstetten, Goppertshofen und Ochsenhausen. Nach eineinhalb Stunden  wurden die Wanderer am Waldrand von Martha und Fritz Weiß erwartet. Sie hatten zur Stärkung Glühwein, Teepunsch und süße Leckereien mitgebracht. Alles wurde von den Wanderern gerne angenommen. Nach der Pause ging es nur noch bergab ins Rottumtal und zurück nach Ochsenhausen.

Alle Teilnehmer haben sich gefreut, nach so langer Zeit wieder einmal zusammen unterwegs sein zu können und miteinander ins Gespräch zu kommen. Als die Wanderer nach zweieinhalb Stunden wieder am Ausgangspunkt ankamen verschwand die Sonne bereits hinter den Hügeln.

 

Organisation und Text: Beate Herold,   Bilder: Uli Mebus

 

 

 

Erste Radtour 2021 führte ins Bodenseehinterland und zum Bodensee

 

Am 12.08.2021 fand die erste Radtour dieses Jahres statt. Eine Gruppe von 10 Spurwechslern fuhr mit PKWs nach Wangen, um von dort unter der Leitung von Christine und Uli Mebus zunächst nach Neuravensburg zu radeln. Anschließend ging es ein kurzes Stück steil bergauf zur berühmten Neuravensburger Autobahnbrücke. Dann führte der schöne und abwechslungsreiche Weg am Schloss Achberg vorbei nach Oberreitnau und weiter zur Antoniuskapelle Selmnau, an der die Mittagspause eingelegt und die schöne Aussicht genossen wurde (Fotos). Über Kressbronn gelangte die Gruppe auf dem Bodensee-Radweg nach Wasserburg. In der dortigen Kirche wurden die Erinnerungen an drei „Seegfrörne“ besichtigt. Nach wenigen Kilometern wurde das Lindenhofbad kurz vor Lindau erreicht, in dem einige Teilnehmer mutig in den Bodensee stiegen und Abkühlung suchten. Hier fand auch die Kaffee-Einkehr statt. Danach ging es noch zum Lindauer Hafen und entlang des Bodensees nach Lindau-Zech. Nun begann auf dem Bodensee-Königssee-Radweg der etwas anstrengende Aufstieg ins Hinterland, der von der Radlergruppe jedoch bravourös gemeistert wurde. Nach ca. 70 km wurde Wangen wieder ohne Probleme erreicht.

 

Text: Uli Mebus                                               Fotos: Uli Mebus, Sigrid Buhl

 

 

 

Radtour nach Ehingen-Berg am 01.09.2021

 

Trotz des anfänglich nebligen und deswegen kühlen Wetters trafen sich 25 Spurwechsler*innen, um gemeinsam nach Ehingen-Berg zu radeln. Nach der Begrüßung und der Kontrolle der 3G-Nachweise begann die Tour entlang der Rottum nach Reinstetten. Kurz vor Schönebürg wurden die gewünschten Mittagsmahlzeiten abgefragt und telefonisch nach Berg durchgegeben. Plötzlich verschwand die Nebenwand und bei strahlend blauem Himmel führte die Tour weiter nach Laupheim, das nur kurz tangiert wurde, und weiter über die Dürnachhöfe und Untersulmetingen nach Westerflach. Die weitere Strecke war gekennzeichnet durch Wege abseits von Hauptstraßen und durch ständiges leichtes Auf und Ab, was für Oberschwaben typisch ist, und pünktlich gegen 11.45 Uhr traf die Gruppe beim Landgasthof „Rose“ in Berg ein (Fotos). Nach dem Mittagessen und der ausgiebigen Mittagspause führte die Rückfahrt über Schaiblishausen (Griesingen wurde nur leicht gestreift) und Westerflach (Fotos) nach Obersulmetingen, von dort entlang der Riss über Schemmerberg und Schemmerhofen nach Äpfingen. Ab hier wurde auf dem Öchsle-Radweg über Sulmetingen, Maselheim, Wennedach (kurz danach Pause auf dem höchsten Punkt der Tour) und Reinstetten zurück nach Ochsenhausen geradelt, das nach knapp 80 Gesamt-Kilometern gesund, unfall-, sturz- und pannenfrei und bei guter Stimmung gegen 16.30 Uhr erreicht wurde.

 

Text und Fotos:      Uli Mebus

 

 

Wanderung zum Rißursprung

 

Am Mittwoch 22.09.21 trafen sich 15 Personen bei herrlichem Wetter in Michelwinnaden und wanderten zum Ursprung der Riß. Gleich zu Beginn staunten die Teilnehmenden über die große Kirche des kleinen Ortes (~ 650 Einw.). Noch überraschender war der Eindruck der „Burg“. Dieses mächtige Gebäude war einst Sommersitz und Fruchtschütte der Prämonstratenser des Klosters Schussenried. Später war es Rathaus und Schule. Heute sind hier die Ortsverwaltung und verschiedene Vereine untergebracht. Auch der schön angelegte Dorfweiher beeindruckte die Wanderer. Nach einer gemütlichen Wanderstrecke erreichten wir den fast versteckt liegenden Rißursprung: eine kleine Quelle in idyllischer Umgebung, die zu einer Ruhepause einlud. Eine aufwendig gestaltete Karte zeigt den Verlauf der Riß vom Ursprung bis zur Mündung in die Donau zwischen Rißtissen und Öpfingen. Den Wandertag ließen wir in der Besenwirtschaft „Mostbauer“ in froher Runde ausklingen.

 

Organisation und Text: Gertrud Renke; Fotos: Uli Mebus

 

 

Herbstwanderung im Fürstenwald am 20.10.2021

 

Bei schönem Herbstwetter trafen sich 19 Spurwechslerinnen und Spurwechsler am Sportheim, um eine Herbstwanderung im Fürstenwald zu unternehmen. Nach einem Hinweis auf den Hubschrauberbau im Fruchtkasten („Focke“, benannt nach dem Hubschrauberkonstrukteur Henrich Focke) gegen Ende des Zweiten Weltkrieges führte der Weg am Hofgut Holland vorbei zum „Franzosengrab“. Dort gab es einen kurzen geschichtlichen Hintergrund zur Entstehung des „Franzosengrabs“: Ein französischer Soldat namens Joseph Hahn, der in ein Ochsenhauser Mädchen verliebt war, wurde wegen „Fahnenflucht“ im August 1797 von den eigenen Kameraden erschossen. Diese tragische Geschichte wurde vor Jahren vom inzwischen verstorbenen Ochsenhauser Mundartdichter Wolfgang Schlecht auf schwäbisch geschrieben. Dieser Text wurde von Christine vorgelesen. Weiter gings zur Fürstenwaldhütte, an der das schwäbisch geschriebene Gedicht „Dr‘ Bomm“ (von August Mohn aus Daugendorf) ebenfalls von Christine vorgelesen wurde. Am Wendepunkt des Weges erinnerte Uli an den „Rottumer Rank“, an dem das „Rankenweible“ ihre Untaten verübt haben soll. Am ehemaligen Arboretum wurde kurz Halt gemacht, um in absoluter Stille eine Minute lang in den Wald hineinzuhören. Danach wanderte die Gruppe an den Kohlweihern vorbei und kurz vor dem Ziegelweiher zweigte der Weg in Richtung Hofgut Holland ab. Die ca. 6,8 km lange Wanderung fand ihren Abschluss mit der gemütlichen Einkehr im Café Schäfers.

 

Text: Uli Mebus                 Fotos: Uli Mebus, Beate Hörnle