Zehn Jahre Arbeitskreis SPURWECHSEL

Jahresprogramm 2020

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Liebe Spurwechsler

 

Der Arbeitskreis Spurwechsel-Junge Senioren in Ochsenhausen kann im Jahr 2020 sein zehnjähriges Bestehen feiern.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Idee einer offenen und aktiven Seniorenarbeit Sie in den letzten zehn Jahren zum Mitmachen ermuntert hat.

Unser vielseitiges Jahresprogramm setzt auf Aktivität und Kreativität, auf Lebensfreude und Besinnung, auf körperliche und geistige Bewegung und auf das Erleben von Gemeinschaft.

Wir sind das ganze Jahr über aktiv draußen in der Natur, wir treffen uns zu Glaubensgesprächen und Literatur, wir hören Vorträge und üben uns in verschiedenen Sprachen. Wir beschäftigen uns mit den neuen digitalen Medien, erleben schöne Stunden bei den Spielenachmittagen, besichtigen interessante Orte und erfahren bei Führungen Neues über die regionalen Wirtschaftsunternehmen.

Unsere Angebote sind offen für alle Seniorinnen und Senioren, eine Mitgliedschaft ist nicht erforderlich.

Finanziell sind wir allerdings auf uns selbst gestellt, weshalb wir für anfallende Unkosten einen kleinen Teilnehmerbeitrag erbitten.

 

Haben wir Ihre Neugier geweckt? Wenn Sie uns noch nicht kennen, dann kommen Sie doch einfach zu uns und machen Sie mit. Wir freuen uns auf Sie.

 

Ihr Team vom Arbeitskreis

SPURWECHSEL-Junge Senioren Ochsenhausen

 

(v. l.) Marcelina Reichert, Max Herold, Beate Herold, Bernhard Rock, Ingrid Buri, Uli Mebus, Christine Mebus, Martha Weiß, Fritz Weiß, Rolf Berger, Elfriede Rock, Edgar Schneider, Gertrud Renke und Sieglinde Baumgardt.  Nicht auf dem Foto sind: Karl-Heinz Buri, Mathilde Mohn und Marianne Wörz

 

 

Nachfolgend findet Ihr immer ein paar aktuelle Berichte von unseren Veranstaltungen. Ältere Berichte sind auf der Seite "Nachlese" (linke Spalte) archiviert.

 

Autor liest aus seiner Ochsenhauser Romantrilogie 

 

Viele interessierte Zuhörer nutzten am Donnerstag, 5.März die Gelegenheit, den Ochsenhauser Romanschreiber Frank Heckelsmüller live zu erleben, als er im Katholischen Gemeindehaus aus seinem dreibändigen Werk "Einigkeit,Unrecht und Freiheit" vorlas. Er beschreibt darin ausführlich die bewegte Lebensgeschichte seines Großvaters Franz Fricker (1890-1967) und seiner großen Familie. Der Protagonist wurde im Kaiserreich im nahen Barabein bei Biberach geboren, heiratete eine Ochsenhausener Geschäftsfrau, erlebte den ersten und zweiten Weltkrieg und das schlimme Geschehen dazwischen und konnte nach dem überstandenen Chaos bei Kriegsende langsam besseren Zeiten entgegensehen.

 

Eingangs stellte Elfriede Rock den Autor und seinen umfangreichen Roman dem Publikum kurz vor. Frank Heckelsmüller las aus allen drei Bänden jeweils ausgewählte Passagen und gab dazwischen Erklärungen und Erläuterungen zum besseren Verständnis ab. Der erste Band endet mit der Heimkehr Frickers aus dem 1.Weltkrieg als Verwundeter, der zweite Band reicht bis zum Ende des verlorenen 2.Weltkrieges und der letzte beschreibt den zaghaften Neubeginn nach 1945. Der Schwerpunkt des Erzählens liegt dabei auf der Person Frickers, aber gleichzeitig wird der Inhalt auch zu einer Art interessanter Chronik von Ochsenhausen.

 

Im Anschluss stellten die beeindruckten Zuhörer an den Autor Fragen, die sich vor allem auf die Entstehung seines Romans und die Herkunft  der darin verarbeiteten fundierten Quellen bezogen. Man erfuhr dabei unter anderem, dass der Autor viel Mühe und Arbeit zu investieren hatte und rund zehn Jahre Zeit brauchte, bis sein stattliches literarisches Erstlingswerk fertig war. 

 

Der Applaus des Publikums, die Dankesworte von Elfriede Rock und ein Präsent belohnten den Referenten für diesen unterhaltsamen und lehrreichen Abend.

 

Organisation und Text: Elfriede Rock, Fotos: Edgar Schneider

 

 

Erlebnisreiche Schneeschuhtour zur Reuter Wanne

 

Am Mittwoch 04.03.2020 starteten 13 Spurwechsler zur letzten ausgeschriebenen Schneeschuhtour in 2020. Das Ziel war die Reuter Wanne bei Jungholz. Gleich nach dem Start erlebten wir einen kurzen, heftigen Schnee-Graupel-Schauer . Bald konnte sich die Sonne durchsetzen und sie schien den ganzen Tag über. Als wir vom Panoramaweg zur Aufstiegsroute abbogen, freuten wir uns über die tief verschneite Landschaft. Der viele Neuschnee -noch ohne Vorgängerspuren- ließ echtes Schneeschuhfeeling aufkommen. Axel und Hans-Jürgen spurten uns tapfer den ganzen Aufstiegsweg bis zum Gipfel. Da wir wegen Waldarbeiten einen Umweg gehen mussten, dauerte der Aufstieg länger und es gab steile Passagen zu bewältigen. Axel und Hans-Jürgen spurten den Weg in Serpentinen am Hang und alle Teilnehmenden schafften es mit Elan und Ausdauer. Knapp unterhalb vom Gipfelkreuz stärkten wir uns an einer sonnigen und windgeschützten Stelle. Am Gipfel genossen wir, trotz Wind,  die herrliche Bergsicht und stellten uns für Gipfelfotos auf. Der Abstieg vom Gipfel forderte volle Konzentration, da der Wind den Schnee verblasen hatte. Auf dem Rückweg durchquerten wir nochmals tief verschneite Waldstücke – ein Wintermärchen!

Zum Abschluss kehrten wir ein und ließen in geselliger Runde die erlebnisreiche, manchmal etwas abenteuerliche Schneeschuhtour Revue passieren.  Dank an alle mutigen und versierten Spurwechselrinnen; besonderen Dank an Axel und Hans-Jürgen für ihr ausdauerndes Vorspuren.

 

Organisation und Text: Gertrud Renke

Fotos: Hans-Jürgen Widmann

 

 

Führung durch das Muschelmuseum Ochsenhausen

 

Am 19.02.2020 besuchten 25 Spurwechsler sowie zwei Kinder das Muschelmuseum in Ochsenhausen, die größte zugängliche Privatsammlung weltweit mit fast 30000 Exponaten. In zwei Gruppen lernten die Teilnehmer in der ca. 1 1/4stündigen Führung eine Vielzahl an Muscheln und Schnecken kennen. Frau und Herr Kapitza wussten die Teilnehmer in den Bann zu ziehen, indem sie viele spannende Geschichten und Hintergrundinformationen über die einzelnen Exponate und ihre Verwendung im früheren und heutigen Alltag erzählten. Besonders nachdenklich stimmten die Teilnehmer die Aussagen, dass es auf Grund von Umweltverschmutzung und Klimawandel bis zum Jahr 2050 wohl keine Muscheln und Schnecken mehr auf der Erde geben wird. So verging die Zeit im Museum viel zu schnell, und mancher Teilnehmer nahm sich vor, selbst einmal das Muschelmuseum zu besuchen. Eine gemütliche Kaffee-Einkehr ließ diesen informativen Nachmittag ausklingen. Ein großer Dank gebührt Frau und Herrn Kapitza für die sehr interessante Führung.

 

Organisation und Text: Christine und Uli Mebus

Fotos: Uli Mebus

 

Schneeschuhtour am Grünten

 

Am Freitag 7.2. 2020 starteten 9 TN zur SST auf den Grünten (als Ersatz für den 29.1.). Von Kranzegg aus führte die Route immer wieder steil hinauf Richtung Grüntenhütte. Christine und Uli Mebus kannten die Strecke und konnten uns zielsicher führen über weite Hänge, schmale Waldabschnitte und am Rand der Rodelbahn, bzw. der Abfahrtsstrecke der Tourengänger. Bei herrlichem Pulverschnee war das Gehen wenig beschwerlich. Ein sonniger Vesperplatz lud zur wohlverdienten Pause ein. Überwältigend war von Anfang an die Aussicht hinaus ins Land und auf die umliegenden Berge. Die Sonne begleitete uns den ganzen Tag und ließ manchen TN ins Schwitzen kommen. Auf der Grüntenhütte konnten wir im Freien sitzen und bei der Mittagsrast außer den feinen Speisen und Kuchen auch die Aussicht auf die Tannheimer Berge genießen.

Fast etwas wehmütig machten wir uns an den Abstieg auf dem „Sommerweg“. Dankbar über den sonnigen Wintertag und ein wenig stolz auf die souverän gemeisterte Tour (gut 500 Hm, in teils steilem Gelände) kamen wir am Parkplatz an.

Herzlichen Dank an Christine und Uli!

 

Organisation und Text: Gertrud Renke, Fotos: Uli Mebus

 

 

 

Vortrag über die Sprachenvielfalt in Europa

 

Am Freitag 31.01.2020 fand im katholischen Gemeindehaus in Ochsenhausen ein vielbeachteter Vortrag von Max Heber zur Sprachenvielfalt in Europa statt. Max Heber studiert u.a. in Konstanz Literaturwissenschaft und ist ein exzellenter Kenner europäischer Sprachen. Er begann mit den im Dunkeln liegenden Ursprüngen der europäischen Sprachen. Vermutlich gab es die Proto-Indoeuropäer, die in den Steppengebieten nördlich des Schwarzen und Kaspischen Meeres beheimatet waren. Von dort spalteten sich mehrere Altsprachen ab, die heute noch als Sprachfamilien erkennbar sind. Die Zuhörer konnten die Sprachfamilien u.a. am Vergleich des „Vater unsers“ in verschiedenen Sprachen erkennen. Einige Sprachen in Europa sind nicht oder nur schwer einzuordnen, wie z.B. Baskisch, die einzige isolierte Sprache in Europa oder die semitische Sprache Malti (gesprochen auf Malta), die auf arabische Dialekte zurückzuführen ist. Mit den Zuhörern wurde diskutiert, ob Plattdeutsch eine eigenständige Sprache ist, welche Bedeutung die Sorbische Sprache in Deutschland hat, wie es zur Kunstsprache Volapük in Litzelstetten bei Konstanz kam und Vieles mehr. Mit Diskussionsbeiträgen und sehr viel Applaus wurde Max Heber für seinen anregenden, interessanten Vortrag gedankt.

 

Organisation, Text und Bilder: Marcelina Reichert

 

Vortrag in Geschichte: "Deutschland vor 100 Jahren"

 

Am 14.11.19 unternahm Bernhard Rock vor einem interessierten Publikum im Katholischen Gemeindehaus Ochsenhausen eine Expedition in die Vergangenheit. Seine Ausführungen zu den wichtigen Ereignissen von 1918/19 hundert Jahre zurück wurden anhand zahlreicher passender Bilder  eindrucksvoll veranschaulicht. 

 In diesen beiden Jahren ging Bestehendes zu Ende und begann Neues. Nach dem verlorenen 1.Weltkrieg wurde Kaiser Wilhelm II. am 9.November zur Abdankung gezwungen, der Sturz der Monarchie war damit besiegelt. Noch am gleichen Tag rief Philipp Scheidemann von der SPD in Berlin die neue Staatsform der demokratischen Republik aus; seine Partei übernahm  die politische Verantwortung für die Zukunft, Friedrich  Ebert wurde Reichskanzler. Die SPD konnte die Ziele der linken Novemberrevolution, die eine sozialistische Räterepublik nach sowjetischem Vorbild anstrebte, verhindern; Führer waren Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Im Januar 1919 konnten geordnete Wahlen zur Nationalversammlung stattfinden, die in Weimar eine Verfassung für den neuen Staat erarbeitete und im Juli die parlamentarische Republik verabschiedete. Ihr erster Präsident wurde Friedrich Ebert.

Auch außenpolitisch fallen wichtige Ereignisse in diese Zeit. Am 11.11.1918 wurde der Waffenstillstandsvertrag im Wald von Compiegne geschlossen, im Juni 1919 der Friedensvertrag von Versailles unterschrieben. Er war von den Siegermächten England und Frankreich und U.S.A. ausgehandelt worden; Deutschland war von den Beratungen ausgeschlossen und musste die harten Bestimmungen bedingungslos annehmen. Der Artikel 231 des Vertrages zwang Deutschland die Alleinschuld am Krieg  auf, was neben den anderen Belastungen in Teilen der Bevölkerung großen Unmut auslöste.

Fazit: Die erste deutsche Demokratie war als neue Staatsform in Kraft getreten, hatte aber in der schwierigen Nachkriegszeit nicht die besten Startbedingungen.

 

Text: Elfriede Rock, Bilder: ZEIT-Magazin und Edgar Schneider

 

Besuch der Firma Gefro

 

Am 3. November 2019 war Spurwechsel Ochsenhausen mit einer stattlichen Anzahl von mitgereisten Damen und Herren zu Besuch bei der Firma Gefro in Memmingen! Die Besucher wurden von der Ernährungsberaterin, Frau Wilhelm, über die gebotene Produktpalette informiert und während dem Rundgang über die Logistik und Lagerung aufgeklärt! 

Begeisterung machte sich breit bei der Verkostung von mehreren Suppen und leckeren Gebäck-Spezialitäten!  Ebenso gab es viele Fragen zur Kosmetik!

 

Organisation und Text: Martha und Fritz Weiß

 

 

Radtour zum Erntedankteppich nach Otterswang am 23.10.2019

 

Weitere interessante Berichte mit Bildern findet Ihr auf der Seite "Nachlese" (linke Spalte)